15 % der Bevölkerung

Österreich hat die meisten Ausländer in der EU

Laut Eurostat leben in Österreich 1.385.823 Ausländer – um 500.000 mehr als 2010.
Wien. Die Zahlen, die das europäische Statistik-Amt Eurostat veröffentlichte, überraschen. Österreich hat im Vergleich zu 2010 den größten Zuwachs an ausländischer Bevölkerung in der gesamten EU. Unter „Ausländern“ versteht Eurostat sowohl andere EU-Bürger als auch Nicht-EU-Bürger, deren „üblicher Aufenthaltsort“ im jeweiligen Land ist.
 

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Deutschland: In absoluten Zahlen die meisten Ausländer

 
2010 lebten bei uns 879.102 Ausländer. 2018 waren es 1.385.823. Das ist ein Zuwachs von 58 %. Auch beim Bevölkerungsanteil hat Österreich mit 15 % die Nase vorn. Nur im Ausreißer-Staat Luxemburg leben mit 48 % mehr Ausländer bei allerdings gering steigendem Ausländeranteil.
 
Die größte ausländische Bevölkerungsgruppe in Österreich sind die Deutschen. 192.426 leben hier. Sie kommen zum Studieren, Arbeiten und wegen des günstigeren Wohnraums. Auf Platz zwei und drei finden sich Serben (121.348) und Türken (117.231). Flüchtlinge etwa aus Syrien (knapp 50.000) oder Afghanistan (44.000) spielen zahlenmäßig eine geringere Rolle.
 
In absoluten Zahlen hat Deutschland den höchsten Ausländeranteil. Knapp 10 Millionen ihrer 83 Millionen Einwohner sind keine deutschen Staatsbürger. Der Zuwachs ist aber mit 35 % deutlich geringer als in Österreich. Einen ebenfalls steigenden Ausländeranteil haben Großbritannien, Frankreich und Italien.
 

Spanien verlor 800.000 
Ausländer seit 2010

 
Auf der anderen Seite gibt es in der EU Länder, in denen immer weniger Ausländer leben. Spanien hat zwar einen zahlenmäßig hohen Anteil von 4,5 Millionen Ausländern, hat seit 2010 aber mehr als 800.000 verloren. In Ländern, in denen die Migration in der öffentlichen Diskussion eine große Rolle spielt, sind die Ausländer zahlenmäßig nur gering vertreten. Allen voran hat Ungarn gerade noch 160.000 Ausländer, das sind nur noch 1,7 % der Bevölkerung. In Griechenland nahm der Ausländeranteil seit 2010 ebenfalls deutlich ab. (knd)

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