Allergie Pollen Heu Schnupfen

Nach Endlos-Winter

Angriff der Mega-Pollen

Hauptschuldige: Birke und Esche - Schlimmste Zeit für alle Allergiker.

Die Augen tränen, die Nase läuft, die Haut juckt: Während sich die Mehrheit der Österreicher derzeit über das sonnige Frühlingswetter freut, ist für die Allergiker jetzt die schlimmste Zeit des Jahres angebrochen. Denn: Die Pollen fliegen wieder. Und diesmal sogar noch schlimmer als sonst.

Wegen des langen Winters und der plötzlich warmen Temperaturen explodiert die Natur im Augenblick regelrecht. Derzeit stehen die Eschen und Birken in voller Blüte und machen den rund 1,6 Millionen Allergikern im Land das Leben schwer.

Unbehandelte Allergie kann zu tödlichem Schock führen

Uwe E. Berger von der Med­Uni Wien erklärt: „Über das Jahr gerechnet erwarten wir zwar eine moderate Belastung, derzeit aber verbreiten sich Pollen stärker und schneller als üblich.“

Besonders schlimm: Gerade zu Beginn einer Pollensaison reagieren Allergiker besonders empfindlich auf den Blütenstaub. Niesanfälle und gerötete Augen sind da noch das geringste Übel. „Wenn man eine Allergie nicht richtig behandelt, kann sie im schlimmsten Fall zu Asthma oder einem lebensgefährlichen Schock führen“, berichtet Sozialmediziner Michael Kunze im Gespräch mit ÖSTERREICH.

Pollen-Belastung kann bis Anfang November dauern
Und eine Entwarnung für die Empfindlichen gibt es nicht: „Wenn die Birkenpollen Ende April nachlassen, beginnt im Mai schon die Blüte der Gräser“, so Experte Berger. Im schlimmsten Fall kann die Belastung bis Ende Oktober, manchmal sogar bis Anfang November andauern.

Hoffnung macht dabei zumindest die kurzfristige Wetterprognose. Denn schon morgen bleibt es stark bewölkt, immer wieder sind auch gewittrige Schauer möglich. Die Folge: Die Pollen werden aus Tausenden Bäumen einfach rausgewaschen. Die Belastung sinkt rapide. Allerdings nur, um am Donnerstag bei viel Sonnenschein wieder rasant zu steigen.

Kommt jetzt die Pollen-Impfung?
Schon in vier Jahren könnte die erste synthetische Impfung gegen Gräser-Pollen auf den Markt kommen.
ÖSTERREICH:
Seit Jahren arbeiten Sie an einer Impfung gegen Allergien. Wie soll sie funktionieren?
Rudolf Valenta:
Die derzeitigen Pollen-Impfungen werden aus natürlichen Extrakten hergestellt und haben großes Verbesserungspotenzial. Unsere dagegen ist vollsynthetisch, die Testergebnisse sind vielversprechend.

ÖSTERREICH: Wann könnte der Wirkstoff auf den Markt kommen?
Valenta:
Wir befinden uns in der Mitte der Entwicklung. Derzeit wird der Wirkstoff in einer klinischen Studie an 180 Personen in Europa getestet. Sollte alles gut laufen, könnte die Impfung 2017 auf den Markt kommen.

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