Beim digitalen Eltern-Kind-Pass wird es doch nur drei Geschlechtskategorien geben.
Im Dezember-Plenum des Nationalrats sorgte der Eltern-Kind-Pass, der ab Oktober digital wird, für hitzige Diskussionen. Denn die FPÖ störte sich daran, dass bei der Angabe des Geschlechts sechs Kategorien zur Auswahl standen. Also neben „weiblich“, „männlich“ und „offen“ auch noch „inter“, „divers“ oder „keine Angabe“. Die Argumentation von FPÖ-Familiensprecherin Ricarda Berger: In der Biologie gebe es nur zwei Geschlechter.
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Die sechs Geschlechtskategorien sind allerdings keine Erfindung des zuständigen Gesundheitsministerium gewesen, sondern ergaben sich aus einem Erkenntnis des Verfassungsgerichtshof.
Rücksprache mit Ärztinnen und Ärzten
Wie oe24 erfuhr, wurde nun im Ressort noch Rücksprache mit Ärztinnen und Ärzten gehalten, die empfahlen, bei der Geburt nur drei Geschlechtskategorien zur Auswahl zu stellen: männlich, weiblich, offen. Bei der Kategorie „divers“ handelt es sich nämlich etwa um eine Selbstzuschreibung.
Eltern-Kind-Pass
Das Ministerium bestätigt auf oe24-Anfrage, der Empfehlung der Ärztinnen und Ärzte zu folgen: Beim Eltern-Kind-Pass wird es also doch nur drei Geschlechtskategorien geben wird. Auch „ServusTV“ berichtete am Dienstagabend darüber.
Geschlecht nicht feststellbar
Sollte bei der Geburt das Geschlecht nicht feststellbar sein - solche Fälle sind äußerst selten - gibt es wenige Wochen später noch einen Kontrolltermin, wo erneut das Geschlecht festgestellt wird.