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Prozess

Arsen-Morde: Sohn belastet Mutter

Sie hoffte auf seine Hilfe 
- Er sagte gegen sie aus. 

Die mutmaßliche Doppelmörderin Bogumila W. dürfte sich auf diesen zweiten Prozesstag gefreut haben: Nach mehr als einem Jahr würde sie Sohn Michal (28) und Gatten Tadeusz wiedertreffen. Beide sollten die Angeklagte entlasten. Das zumindest hoffte sie und ihr Anwalt Timo Gerersdorfer.

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Angeklagte kann nicht mit Glaubwürdigkeit punkten
Doch dann kam alles anders. Laut Anklageschrift soll die Polin den Wiener Herbert A. und den Niederösterreicher Alois F. mit Arsen vergiftet haben. Das Motiv: Sie wollte sich das Vermögen der Männer aneignen. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Da der Staatsanwaltschaft ein handfester Beweis fehlt, ist es ein reiner Indizienprozess. Die Glaubwürdigkeit der Angeklagten spielt eine wichtige Rolle. Damit konnte die Frau jedoch schon beim ersten Prozesstag nicht punkten.

Auch Sohn verstrickt sich in große Widersprüche
Jetzt belastet sie sogar ihr eigener Sohn Michal, dem sie viel Geld für dessen Firma gegeben hat. Er stellt klar: „Meine Mama war die einzige, die das Essen für Opfer Herbert A. zubereitet hat.“ Laut Obduktionsergebnis war das tödliche Arsen den Speisen beigemischt. Und: Der Sohn hat sich während der zweistündigen Befragung in Widersprüche verstrickt, vor allem in Bezug auf eine Kaufverhandlung um ein Auto: Als er im Juli 2010 das erste Opfer Herbert A. besucht haben will, um ihm das Auto abzukaufen, lag Herbert A. im Spital. Heute soll ein Urteil fallen, Bogumila W. droht lebenslang.

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