Attersee: Frauen aus Sturm gerettet

Unwetter

Attersee: Frauen aus Sturm gerettet

Sturmwarnung übersehen: Der Wind drohte, das Boot in die Seemitte zu treiben.

Auf dem oberösterreichischen Teil des Attersees hat die Wasserrettung am Freitagabend zwei junge Frauen aus einer gefährlichen Situation gerettet. Die beiden dürften die Sturmwarnung übersehen haben und konnten aus eigener Kraft nicht mehr zurück ans Ufer, bestätigte Alexander Leitner von der Wasserrettung Litzlberg einen Bericht von "ORF Oberösterreich".

Das zwei Meter lange Kunststoffboot der beiden Frauen war bei einer Kontrollfahrt gegen 18.45 Uhr am Wasser entdeckt worden. "Sie haben noch versucht Richtung Ufer zu paddeln, aber Strömung und Wind waren so stark, dass sie nicht näher kamen", sagte Leitner. Vielmehr bestand die Gefahr, dass das Boot weiter Richtung Seemitte hätte treiben können, wo die Wellen größer und gefährlicher waren. "Erste Wellen dürften bereits in das Boot hineingeschwappt sein." Die Wasserrettung nahm die Frauen und ihr Boot in das eigene Einsatzboot auf und brachte sie gegen 19.00 Uhr zurück ans Ufer. Nur wenige Minuten später legte der Wind am See noch weiter zu.

Die Gefahr von Stürmen werde immer wieder unterschätzt - auch auf dem Attersee, sagte der Sprecher der Wasserrettung Oberösterreich, Martin Eberl, am Samstag zur APA. Immer häufiger würden Wassersportler die Sturmwarnung ignorieren. "Das Problem nimmt zu. Möglicherweise liegt es daran, dass die Menschen darauf vertrauen, dass im Ernstfall Hilfe kommt. Vielleicht gar nicht bewusst, aber doch im Hinterkopf."

Eine Sturmwarnung sei jedoch eine unmissverständliche Aufforderung, ans Ufer zu kommen und das Wasser zu verlassen. "Es gibt Profi-Segler, die einen starken Wind bewusst ausnutzen wollen. Die können das. Aber wir haben immer wieder mit Leuten und Hobby-Sportlern zu tun, die sich selbst überschätzen", sagte Eberl.

Fehlalarm am Mondsee
Als Fehlalarm entpuppte sich am Freitagabend hingegen ein Einsatz am Mondsee. Eine vermeintlich in Not geratene Person erwies sich letztlich als Signalboje. Ein Polizeiboot auf Kontrollfahrt war kurz nach 18.30 Uhr per Notruf alarmiert worden. Bei Scharfling treibe etwa in der Mitte des Sees eine Person mit Schwimmweste oder ein gekentertes Boot mit roter Farbe. Gemeinsam mit der Wasserrettung bildete die Polizei eine Suchkette aus drei Booten und suchte die angegebene Position ab. Dabei wurden zwei selbst gebaute rote Signalbojen gefunden, die Suche nach Personen verlief negativ.
 

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