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Start für Aiderbichl-Prozess

Aufhauser: Sex-Erpresser leugnet alles

Der Pfleger soll gedroht haben, mit intimen Details an die Öffentlichkeit zu gehen.

Über eine deutsche Vermittlungsagentur war der 44-jährige Kroate zu Aiderbichl-Gründer Michael Aufhauser gekommen. Der einst so aktive Tierpapst war nach Aorta-Einriss und Serienschlaganfällen nur noch ein Schatten seiner selbst: blind, teilweise gelähmt, auf den Gebrauch eines Rollstuhls angewiesen (Pflegestufe 5). Er benötigte Betreuung rund um die Uhr. Aiderbichl-Geschäftsführer Dieter Ehrengruber: „Der Pfleger machte einen guten Eindruck.“

Doch der Kroate soll ein Zweitleben geführt haben und brauchte offenbar Geld (es gilt die Unschuldsvermutung). Ehrengruber: „Dann tauchte er ab.“ Dann sollen Drohbriefe gekommen sein, in denen er Geld forderte. Angeblicher Inhalt: Der Pfleger sei gezwungen worden, an Michael Aufhauser sexuelle Handlungen durchzuführen, und er würde damit an die Öffentlichkeit gehen.

Vor Gericht bestreitet der Angeklagte alle Vorwürfe

Vor Gericht stritt der 44-Jährige am Mittwoch alles ab: „Ich habe nie einen Erpresserbrief geschrieben. Es ist alles ein großes Missverständnis.“ Er habe für seine 24-Stunden-Pflege 72 Euro pro Tag erhalten und habe in dem Brief an Geschäftsführer Ehrengruber bloß um eine Gehaltserhöhung gebeten.

Und die Fotos? Er habe nie mit einer Veröffentlichung gedroht: „Ich habe nur verzweifelt angefragt, ob ich denn diese Fotos verkaufen müsse, um meine Rechnungen zu bezahlen.“ Prozess vertagt.



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