Aufregung rund um Hitler-Geburtstag

Braunau

Aufregung rund um Hitler-Geburtstag

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"Hitler-Gruß" vor Geburtshaus in Braunau.

Zwar hatte es einige Vorboten in Form von rechten Aufklebern gegeben, bis zum späten Nachmittag ist der 20. April - der Geburtstag Adolf Hitlers - in dessen Heimatstadt Braunau aber ohne Zwischenfälle abgelaufen. Das teilte die Polizei auf APA-Anfrage mit. Am Vorabend hatten laut Veranstalter fast 600, laut Polizei an die 350 Personen an der traditionellen antifaschistischen Demo teilgenommen.

Die Veranstaltung des Bündnisses "Braunau gegen rechts", die von 52 - u.a. SPÖ-nahen, gewerkschaftlichen, kirchlichen und grünen - Organisationen unterstützt wird, stand unter dem Titel "Schöner leben ohne Nazis!" und verlief laut Exekutive ohne Zwischenfälle oder rechte Störaktionen. Höhepunkt war ein Konzert der KZ-Überlebenden Esther Bejarano mit der Kölner Hip-Hop-Gruppe Microphone Mafia. Die 89-Jährige ist eines der letzten noch lebenden Mitglieder des ehemaligen Mädchenorchesters von Auschwitz.

Als Vorboten des Jahrestages waren in der Hitler-Geburtsstadt Braunau Sticker gegen Rechtsextremismus mit Slogans wie "NS-Zone", "Deutschland Multikulti - wir bleiben braun!" oder "Nationale Sozialisten Deutschland" überklebt worden. Zudem wurde der Mahnstein gegen Faschismus und Krieg vor dem Hitler-Geburtshaus mit blauer Farbe beschmiert. Laut dem Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung seien die diesjährigen Aktionen aber im Rahmen der üblichen Vorboten des 20. April geblieben. Die Ermittlungen dazu laufen.

"Hitler-Gruß" vor Geburtshaus in Braunau
Ein 32-jähriger Deutscher hat am Sonntag vor dem Hitler-Geburtshaus in Braunau die rechte Hand gehoben und "Heil Hitler!" gerufen. Ein Passant beobachtete den Vorfall und verständigte die Polizei. Der Mann wurde bei der Staatsanwaltschaft Ried angezeigt, wie die Pressestelle der oberösterreichischen Polizei am frühen Abend mitteilte.

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