Aus Protest Säugling auf Straße gelegt

Wahnsinnstat

Aus Protest Säugling auf Straße gelegt

Wegen Gefährdung der körperlichen Sicherheit fasste ein Flüchtling 9 Monate Haft aus.

Zweiter Tag im Prozess gegen einen Asylwerber aus Afghanistan (27), der seine eigene, neun Monate alte Tochter am 2. Juni aus Protest auf die stark befahrene Siemensstraße in Wien Floridsdorf gelegt hatte.

Betrunken
Laut Anklage soll der 27-Jährige, der mit seiner Frau und der kleinen Tochter in einer Asylunterkunft in Floridsdorf untergebracht war, angetrunken und mit einer Bierdose zu ­einer Grillfeier erschienen sein. Als ihn die Heimleitung mit Hausverbot belegte, weil Alkohol-Konsum der Hausordnung widerspreche, rastete der Afghane aus. „Er hat das Baby aus dem Kinderwagen genommen und auf die Straße fallen ­lassen. Ich war schockiert“, schilderte der Heimleiter.

Bedingt
Auch die Beamten, die das Kind von der Straße retteten, wurden attackiert. Der Angeklagte, der bestritt, dass für seine Tochter Lebensgefahr bestand, wurde wegen Gefährdung der körperlichen Sicherheit und versuchten Widerstands rechtskräftig zu neun Monaten bedingter Haft verurteilt.

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