Vater ließ Sohn (14)
 Traktor fahren - tot

Burgenland

Vater ließ Sohn (14)
 Traktor fahren - tot

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Ein Vater stand vor Gericht, weil er seinen tödlich verunglückten Sohn fahren ließ.

Wegen fahrlässiger Tötung musste sich ein Landwirt (55) in Eisenstadt vor Gericht verantworten. Im März hatte er seinen Sohn Daniel (14) aufgefordert, ihm bei der Feldarbeit zu helfen. Der Bursch war mit einem Traktor samt Anhänger unterwegs, um in Schandorf bei Oberwart Mist auszubringen.

Auf der Heimfahrt geschah dann das Unglück: Aus ungeklärter Ursache verlor der Schüler die Kontrolle über die tonnenschwere Zugmaschine, geriet ins Schleudern und kippte schließlich mit Traktor und Miststreuer um.

Der Bursch starb 
noch an der Unfallstelle
Sein Vater war mit dem Familienauto vorausgefahren, bemerkte im Rückspiegel, dass die Scheinwerfer des Traktors nicht mehr zu sehen waren. Er drehte auf der Stelle um. Daniel war aus der Fahrerkabine geschleudert worden, lag neben der Straße. Sein Vater versuchte ihn zu reanimieren. Ohne Erfolg, der 14-Jährige starb an der Unfallstelle.
„Ich wollte ihm doch eine Freude machen“, sagte der Landwirt vor Gericht. Urteil: drei Monate bedingt, nicht rechtskräftig. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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