Baby Totgefahren

Camping-
Drama: Zeugin spricht

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Urlauberin schildert Horror-Unfall - Ermittlungen gegen zwei Familien.

Um kurz nach neun Uhr stand ein Feriengast aus OÖ am Mittwoch vor ihrem Zelt am Campingplatz Reichmann am Rauschelesee, als ein Schrei, kurz, qualvoll und alarmierend, die harmonische Ferienstimmung zerstörte. Die Urlauberin zuckte zusammen. „Ich wusste sofort, dass etwas Schreckliches passiert sein muss“, sagt sie zu ÖSTERREICH.

Innerhalb von Sekunden versammelten sich die Camper vor dem Wohnwagen mit dem blauen Vordach. Jeder wollte wissen, was passiert war.

Dominiks Tante konnte nicht aufhören zu weinen
Niemand konnte glauben, dass der zehn Monate alte Dominik mit seinem Leben kämpft. Doch der Rasen neben dem Seat färbte sich rot. Die Tante des Babys hörte nicht auf zu weinen. Ihr Ehemann versuchte, seinen kleinen Neffen zu reanimieren. Von der Mutter keine Spur. Die Augenzeugin ringt um Fassung: „Die Familie hatte den Wagen geparkt, um ihre Koffer einzuladen. Sie wollten nach einem schönen Urlaub abreisen, als das Unglück geschah.“ Das linke Vorderrad überrollte das krabbelnde Kleinkind. Die Tante (33) saß hinterm Steuer.

Fahrlässige Tötung und Verletzung der Aufsicht
Damit ein Hubschrauber landen konnte, liefen die Campingplatzgäste zur Badewiese. „Wir räumten Handtücher zusammen, scheuchten Menschen weg.“ Doch der Heli kam zu spät. Baby Dominik starb.

Jetzt ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft wegen fahrlässiger Tötung und Verletzung der Aufsichtspflicht. Beide Familien werden diesbezüglich befragt. Später müssen dann die Gerichte entscheiden.

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