Oliver

Graz

»Denke an Oliver in jeder Minute«

Sorgerecht: Wie Marion Weilharter alles tut, um ihren entführten Oliver wiederzusehen.

Der 21. Juni, 7.10 Uhr, im dänischen Ort Fredensborg: Marion Weilharter steht vor dem Haus von Thomas Sörensen und will nach fast einem Jahr ohne persönlichen Kontakt ihren entführten Sohn Oliver (6) treffen. „Ich wollte schauen, ob er noch lebt“, sagt sie. „Der Vater richtete mir in einem TV-Interview aus, ich muss nur nach Dänemark kommen.“

Doch sie blitzt ab, die Türe bleibt zu. „Es tat so weh.“ Sörensen entführte Oliver im April 2012 von Graz nach Dänemark. „Ich kann seither nicht mehr schlafen, ich denke jede Minute an Oliver.“
 

Facebook-Initiative
Zwar wurde Sörensen vom Gericht im Juni verurteilt, in Dänemark hat er aber das Sorgerecht. Weilharter startete eine Facebook-Seite und bittet Urlauber, die Oliver sehen, ihr zu helfen. Sie gibt nicht auf: „Ich weiß, dass Oliver zurückkommt.“

 

»Es tut so weh – aber ich weiß, dass mein Sohn zurückkommt«

ÖSTERREICH: Sie waren in Dänemark, wollten Oliver wiedersehen. Hat das geklappt? Marion Weilharter: Nein, ich stand eine halbe Stunde vor verschlossenen Türen. Ich habe den Vater angerufen und gesagt, ich möchte Oliver sehen und ob er noch lebt. Er hat jeden Kontakt verweigert. Das hat unendlich wehgetan.

ÖSTERREICH: Sie haben das Obsorgerecht in Europa, aber nicht in Dänemark. Sehen Sie noch eine Chance, Ihren Sohn jemals wiederzusehen?
Weilharter: Ja, auf jeden Fall, weil eine Kindesentführung wie jene von Oliver nicht legalisiert werden kann. Der Fall ist nicht abgeschlossen. Ich weiß, dass er zurückkommt.

ÖSTERREICH: Der Vater wurde mit einer einjährigen bedingten Haftstrafe bestraft … Weilharter: Das Urteil ändert nichts. Er hat kein gültiges Sorgerecht. Niemand versteht, was hier passiert.

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