Doppelmord, weil Ehemann fremd ging

Frau heuerte Auftragskiller an

Doppelmord, weil Ehemann fremd ging

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Der spektakuläre Mord an zwei Geschäftspartnern aus Niederösterreich ist geklärt.

Lange und ausgiebig wurde über den Doppelmord an Harald W. (50) aus Bad Fischau und seinem 49-jährigen Geschäftsfreud Ramazan K. aus Neunkirchen spekuliert.

Doch es waren mitnichten Mafia-Verstrickungen, wie vermutet wurde. Auch ein Raubmord an den beiden Opfern – die aus nächster Nähe mit Kopfschüssen hingerichtet in einem Feld in Aksehir in der Region Konya gefunden worden waren – wurde von den Ermittlern ausgeschlossen.

Ehefrau betrogen
Die Wahrheit ist viel simpler: Es ging um Eifersucht. Eine betrogene Ehefrau hatte die Bluttat angezettelt.

Wie die türkische Zeitung Hürriyet berichtet, hatte Zeynep K. (47) genug davon, dass ihr Ehemann Ramazan sie ständig betrog.

Erster Versuch
Schon einmal wollte sie einen Killer dazu bewegen, ihren untreuen Gatten zu beseitigen – doch der setzte sich mit dem „Honorar“ von 25.000 türkischen Lira (12.500 Euro) ab.

Verhaftet
Beim zweiten Mal am 21. Oktober sollte es endgültig klappen – diesmal zahlte sie zwei Männern – Bati K. (36) und Erkan Y. (33) – umgerechnet 15.000 Euro, damit sie Ramazan K. aus dem Weg räumten. Den Angaben der Frau und Auftraggeberin zufolge sollte nur ihr Gatte sterben. Warum auch Harald W. ermordet wurde, kann sich die Türkin, die in Haft sitzt, nicht erklären.

Das Komplott wurde über den Fund von Autoteilen, die in der Nähe des Tatortes gefunden wurden, aufgedeckt. Sie führten zu den mutmaßlichen Tätern. Es gilt die Unschuldsvermutung.

(kor, kuc)

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