Flüchtling als IS-Kämpfer beschuldigt

Aus Eifersucht

Flüchtling als IS-Kämpfer beschuldigt

Aus Eifersucht auf einen Syrer, hat ein 61-Jähriger diesen als IS-Terrorist vernadert.

Wenn einem die Liebe den Verstand raubt: Ein 61-jähriger Innsbrucker hat für einen großen Terror-Einsatz gesorgt. Aus Eifersucht hat er einen syrischen Flüchtling als IS-Kämpfer vernadert und dem Innenministerium schriftlich per Mail mitgeteilt, dass der 29-jährige Asylwerber einen Anschlag auf das Stadttheater plane. Die Sondereinheit Cobra reagierte entsprechend und nicht zimperlich, stürmte die Unterkunft und nahm den Syrer fest.

Verleumder muss den
Terror-Einsatz bezahlen

Inzwischen ist der vollkommen unschuldige Asylwerber wieder auf freiem Fuß und das unglaubliche Motiv für die Verleumdung am Tageslicht. Der 61-Jährige war rasend vor Eifersucht, weil seine Freundin (55) einen gemeinsamen Theaterbesuch mit dem syrischen Flüchtling geplant hatte. „Er hat verhindern wollen, dass die Freundin den Asylwerber zu der in der E-Mail bezeichneten Theater-Veranstaltung begleitet“, sagt ein Kriminalbeamter.

Der Festnahme waren Ermittlungen des Verfassungsschutzes vorausgegangen. Gleichzeit wurden Nachforschungen über den Verfasser der anonymen E-Mail eingeleitet. In Rumänien wurden die Fahnder fündig. Dort befand sich der 61-jährige Österreicher gerade auf Urlaub. Nach anfänglichem Leugnen gestand er schließlich die Verleumdung. Die ihn jetzt teuer zu stehen kommen wird. Denn neben dem Verfahren wegen Vortäuschens einer Straftat und Verleumdung wird er für die Kosten des Terror-Einsatzes aufkommen müssen.



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