Handy-Coup am Flughafen

Schwechat

Handy-Coup am Flughafen

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Duo landet Blitz-Coup am Flughafen - Geräte um 170.000 Euro gestohlen.

Dass am Frachtenzentrum des Flughafens Wien-Schwechat hin und wieder etwas wegkommt, ist bekannt (und aktenkundig). Die Kriminalisten in Schwechat sind mit der Wieder­beschaffung von gestohlenen Waren im Wert von mehreren hunderttausend Euro beschäftigt. Doch was diese beiden Männer – der Staplerfahrer Thomas B. und sein türkischer Freund, der Berufschauffeur Kilay E. – aufgeführt haben, ist nicht nur wegen der Schadenssumme einmalig.

Sonntags-Coup
Als am 10. Juli per Air-Cargo aus Südkorea insgesamt 14 Paletten mit den allerneuesten Smartphones (Apple, HTC, Nokia) und iPads geliefert wurden, hatte Staplerfahrer Thomas die Eingebung, ein paar Kisten auf die Seite zu räumen. Im Eifer des Blitz-Coups konnte der 43-Jährige sich nicht einbremsen. Am Ende hatte er 14 Pakete mit insgesamt 739 Hightech-Geräten im Wert von 170.000 Euro beiseitegeschafft, die eigentlich für Geschäfte in Bratislava und Tschechien bestimmt waren.

Schwarzmarkt
Hektisch – und natürlich heimlich – verständigte er seinen jungen Freund Kilay, der bei einer Spedition beim Cargo-Center arbeitet und nach Dienstschluss mit einem privat geliehenen Kleinlaster die heiße Ware abholte. Weil die beiden kriminellen „Rookies“ nicht wussten, wo sie das Diebesgut zum besten Schwarzmarktpreis an den Mann bringen sollten, lagerten sie die Pakete fürs Erste in einer Wohnung des türkischen Komplizen in Hainburg.

U-Haft
Der nächste Schritt war dann der Selbstleger. Weil sie Angst hatten, dass die verschwundene Ware auffallen würde, alarmierte Kilay seinen Chef, dass irgendwer einen Coup gelandet hatte. Der Chef verständigte die Polizei, die über das Flughafen-Kontrollsystem die zwei Diebe überführte.

Am Anfang leugneten sie noch. Die Kripo konnte aber alle 739 Handys und iPads sicherstellen. Die Verdächtigen sitzen in Korneuburg in U-Haft.

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