Tirol

Heli-Crash: Drama um schöne Pilotin

Noch ist unklar, warum der Bundesheer-Hubschrauber abgestürzt ist.

Die Tragödie um den Heereshelikopter „Kiowa“, Typ Bell OH-58, schockt Österreich: Beim letzten Flug am Dienstag im Rahmen der Übung „Schutz 2014“ krachte der Versorgungshubschrauber in einen Berghang der Tuxer Voralpen. Luftaufklärer Martin K. (33), der auf der Rückbank saß, starb. Pilotin Verena D. und ihr Co Robert S. (35) überlebten und sind mittlerweile außer Lebensgefahr. Noch am Unglückstag wurde der Unteroffizier notoperiert. Tags darauf musste die Pilotin (28) auf den OP-Tisch.

Mädchentraum. Bereits als Kind hatte Verena D. vom Fliegen geträumt – in Böheimkirchen, nur einen Sprung vom Militärflugplatz in Langenlebarn entfernt, wuchs sie auf. Die Pferdeliebhaberin verwirklichte ihren Traum beim Bundesheer, ist dort eine der ersten Pilotinnen überhaupt. Nun saß der ehrgeizige Model-Typ am Steuer des Unglücks-Heli (der um zehn Jahre älter ist als die Pilotin). Nach dem Absturz war es Verena D., die zum Handy griff, Alarm schlug und so sich und ihren Partner rettete. „Beide stehen unter Schock“, sagt Oberst Michael Bauer zu ÖSTERREICH.

Ursache. Das Duo schilderte die Momente des Absturzes, die aber – noch – geheim gehalten werden. „In einigen Tagen wird ein Zwischenbericht mit allen Informationen von der Flugkommission präsentiert“, betont Heeressprecher Bauer.

Zeugen. Er bestätigt aber: Es hat Augenzeugen gegeben. Und die Triebwerke liefen noch, als die Rettung eintraf. Zum Absturz selbst gibt es sonst nur Mutmaßungen: Der Helikopter soll zu nahe über eine Bergkuppe geflogen sein, Fallwind führte zur folgenschweren „harten Landung“. Das Heli-Wrack wurde am Mittwoch ausgeflogen.

(loa)

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