Überfall Raub

Wien

Hochsaison für Juwelier-Räuber

Drei Überfälle in einer Woche. Jetzt rüsten die Juweliere massiv auf.

Bewaffneter Überfall auf Kitzbühls Promi-Juwelier Christopher Schroll am Montag, Attacke mit Elektro-Schocker auf Juwelier Dietmar Sulzberger in Wien und 19. Einbruch (!) bei Robert Mayerhofer in Hollabrunn Anfang Dezember: Alleine vergangene Woche wurden drei Juweliere Opfer von Kriminellen, seit Jahresbeginn zählte die Polizei 19 Fälle (Vergleich 2010: 16 Fälle).

Juwelier aus Wien: „Keine Angst, ich bin bewaffnet“
Die Angst vor weiteren Taten ist groß: Gerade in der Vorweihnachtszeit sind die Lager der Händler voll, hoffen sie doch auf den umsatzstärksten Monat des Jahres. Das wissen auch Kriminelle, die vor nichts zurückschrecken: Bewaffnet stürmen sie die Geschäfte, mit Spitzhacken brechen sie Auslagen auf (siehe Fotos oben).

Die Juweliere rüsten deshalb kräftig auf: „Abends räume ich immer meine Auslage aus und ich habe eine Videoanlage“, sagt Opfer Mayerhofer (Interview rechts). Juwelier Sulzberger, er wurde mit der Pistole bedroht, sagt: „Ich habe keine Angst, ich bin bewaffnet und habe eine Alarmanlage beim Schaufenster.“

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Video, Polykarbon-Scheiben, Security gegen die Gangster
Wirtschaftskammer und Polizei setzen auf Aufklärung: „Jeder Juwelier muss davon ausgehen, dass er ausspioniert wird. Die einzige Chance ist, aufzurüsten“, sagt Johannes Barotanyi von der Wirtschaftskammer, der als
Uhrenhändler jedoch selbst bereits drei Mal überfallen wurde. Videoüberwachung, Schleusen beim Eingang und spezielle Scheiben aus Polykarbon seien bei vielen Shops Standard. Und in der Wiener City setzen die Luxus-Juweliere sogar auf private Security-Dienste vor den Geschäften. In Wien erhöht die Polizei ihre Präsenz in den kommenden Wochen. „An starken Einkaufstagen gibt es mehr Streifen“, heißt es.



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