Mölltaler Gletscher

Mölltaler Gletscher

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Horror-Lawine verschüttet 12 Sportler

Dramatische Szenen am Freitagmittag auf dem Mölltaler Gletscher: Im Gemeindegebiet Flattach löste sich gegen zwölf Uhr auf 3.000 Meter Höhe unterhalb des Scharecks eine riesige Lawine. Das 100 Meter breite Schneebrett donnerte Richtung Tal, riss mehrere Gruppen von Wintersportlern mit sich in die Tiefe und begrub sie.

30 Minuten später wurde die Rettungskette in Gang gesetzt. Zwei Notarzthubschrauber, ein Polizeihubschrauber und Bergretter aus fünf Ortsstellen kämpften sich zu den Lawinen­opfern durch. Ein Wettlauf mit der Zeit setzt ein.

Weitere Lawinenopfer nicht ausgeschlossen
Sechs Wintersportler können sich selbst aus den Schneemassen befreien. Über die Zahl der Verschütteten gibt es unterschiedliche Angaben, eine Augenzeugin spricht von etwa 14. Es sind zwölf. Um 14.05 Uhr meldet das Rote Kreuz, dass die Hilfsmannschaften sechs weitere Alpinisten lebend geborgen haben. Es grenzt an ein kleines Wunder, dass offenbar nur drei Skifahrer leicht verletzt wurden.

Die volle Konzentration der Retter, die inzwischen auch durch Feuerwehrmänner unterstützt wurden, lag noch bei zwei weiteren Opfern, die noch unter der Lawine begraben waren. Mit Sonden wurde fieberhaft nach ihnen gesucht, fünf Rettungshunde waren im Einsatz. Die Hilfskräfte forderten das Reanimationssystem LUCAS an, das durch einen Hubschrauber zum Unglücksort geflogen wurde.

Bis zum späten Nachmittag dauerte die Suchaktion der Lawinenhelfer an. Hubschrauber aus weiteren Bundesländern unterstützten die Aktion. Bis zum Abend war nicht ganz klar, ob die Lawine noch weitere Sportler mitgerissen hatte.

Lebensgefahr: Lawinen forderten diese Saison bereits zwei Opfer

Derzeit herrschen über 2.000 Meter gefährliche Verhältnisse: Lawinengefahr „Stufe 3“.

Der erste Lawinentote der Saison war Bergfex Christoph D. aus Ottensheim: Der 31-Jährige war am 29. Dezember mit Freunden am Großen Pyhrgas in Oberösterreich. Beim Abstieg ging eine Lawine los. Der werdende Vater starb trotz rascher Hilfe am Berg. Auch am Silvestertag gab es einen Toten: In den Stubaier Alpen trat ein Tourengeher (52) eine Lawine los, wurde zu spät gefunden.

Gefahr. In Vorarlberg und Tirol herrscht derzeit Lawinengefahr der Stufe 3 auf der fünfteiligen Gefahrenskala. Im schattigen Gelände genüge eine geringe Belastung, um ein Schneebrett loszutreten, so Experten.
 

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