Amokläufer war ein Sonderling

Das ist der Täter

Amokläufer war ein Sonderling

Eine Scheidung und die Sorge um seine 17 Pferde brachten den Ex-Trafikanten Alfred F. um den Verstand.

Der Amokläufer von Klosterneuburg – er war schon immer ein Sonderling. Das berichten Bewohner von Kaltenleutgeben über den Ex-Trafikanten, der dort vor eineinhalb Jahren in Pension ging, um sich in Wolfsgraben nur noch der Pferdezucht zu widmen.

Das Video aus Klosterneuburg:

Blutige Geiselnahme in Klosterneuburg

Scheidung
Dann kam die Scheidung von seiner Frau Margarete – und Alfred F. wurde immer seltsamer, er begann seine 17 Pferde zu vernachlässigen. Das fiel allerdings erst auf, als das Forstamt Ablagerungen auf seinem Gelände beanstandete und das Gerümpel auf Kosten von Alfred F. entfernen ließ. Weil der 60-Jährige aber inzwischen völlig pleite war, ließ ihn das Amt pfänden – eine Zwangsversteigerung und die Schlachtung von fünf Rössern drohten.

Diashow: Geiselnahme in Klosterneuburg

Geiselnahme in Klosterneuburg

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    Gewalttäter
    Doch Alfred F. kam am 7. März nicht zur Versteigerung und versteckte sich. Als sich der Veterinär daraufhin die Pferdekoppel ansah, flogen die Missstände auf. Evelyn Popp vom Gut Riedenhof in Achau: „Wir wurden damit beauftragt, uns um die stark abgemagerten Pferde zu kümmern. Auf dem Hof herrschen chaotische Zustände. Die Behörden haben uns gewarnt, dass der Mann gewalttätig ist und wir sind nur mit Polizeischutz nach Wolfsgraben.“ Bei den Verhandlungen mit der Cobra verlangte Alfred F., dass seine Pferde am Gut Aiderbichl gepflegt werden. Wenn man dafür sorgt, käme niemand zu schaden. Kurz danach erschoss er sich.

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