Lawinensuche

Chronik

Lawine riss Skitouren-Gruppe mit

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Suche wegen Gefahr abgebrochen - Megalawine donnerte auf Straße zu. 

Lawinen-Drama am Fuße des Großvenedigers (3.657 Meter): eine vierköpfige Tourengeher-Gruppe aus Bayern wollte am Montagnachmittag auf den fünfthöchsten Gipfel Österreichs steigen, als unterhalb der Johanneshütte eine riesige Nassschneelawine abging. Drei Alpinisten wurden mitgerissen, ein Tourengeher ist seitdem verschollen. Die Suche für die 35 Bergretter und 13 Alpinpolizisten gestaltet sich schwierig: „Wir mussten am Dienstag die Suche unterbrechen. Es hat leicht zu regnen begonnen. Wegen der hohen Lawinengefahr ist ein Such-Einsatz nicht vertretbar“, berichtet Peter Ladstätter, Bezirksobmann der Bergrettung Osttirol, ÖSTERREICH.

Warnstufe 4
Drei Alpinisten hatten Glück: Einer wurde von der Lawine verschont und alarmierte die Einsatzkräfte. „Ein anderer konnte sich selbst befreien. Beim dritten Tourengeher ragte nur noch der Kopf und die Schulterblätter aus dem Schnee“, erzählt Ladstätter. Doch ein Deutscher wird noch unter dem Lawinenkegel vermutet: Dieser ist bis zu zwölf Meter tief. „Die Problematik sind die hohen Temperaturen und der Regen. Jederzeit kann es zu einer Selbstauslösung kommen“, so Ladstätter. Zurzeit herrschte die hohe Lawinenwarnstufe 4.

Heute wird die Suche fortgesetzt: Die Hoffnung schwindet von Stunde zu Stunde. Trotzdem: „Wir geben nicht auf. Wir werden weitersuchen, bis wir ihn finden“, so der erfahrene Bergretter.

Weitere Lawinen
Nicht nur in Osttirol, überall im Land donnern derzeit Lawinen zu Tal. So ging Dienstagfrüh eine riesige Lawine bei Gries im Sellrain ab und blieb nur wenige Meter vor der Sellrainer Landesstraße (L 13) stehen. Lawinen-Experten meinen, dass die Gefahr weiter anhält.

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