Lockdown-Ende im Burgenland
"Ich war ohne Kontrolle shoppen"
Parndorf. Alle Geschäfte im Burgenland durften gestern wieder aufsperren – trotz heftiger Diskussionen im Vorfeld. Ein reger Einkaufstourismus wurde befürchtet. Die Polizei kündigte strenge Kontrollen von „illegalen Einkaufstouristen“ an und „Strafen bis zu 1.450 Euro“.
Eines vorweg: Der Ansturm auf burgenländische Einkaufszentren blieb am ersten Tag aus. Selbst im Designer-Outlet Parndorf war der Betrieb überschaubar. Schon bei der Einfahrt zum riesigen Parkplatz stehen sechs Polizisten. Sie kontrollieren jedes Auto, das auf den Parkplatz des Shoppingcenters einbiegen will.
Nur Autos mit burgenländischem Kennzeichen werden ohne Kontrolle durchgewunken: „Bisher haben wir drei Autos aus angrenzenden Bundesländern wieder zurückschicken müssen“, so Polizei-Pressesprecher Helmut Marban zu ÖSTERREICH: „Anzeigen mussten wir noch keine aussprechen“.
„Gespenstisch“. Im Outlet selbst nur wenige Kunden. Alle tragen auch im Freien Maske. Das ist Vorschrift. Zwei Lkw-Fahrer aus der Ukraine nutzen die Öffnung: „Wir haben uns Hosen gekauft“, sagt Sergii S.: „Kontrolliert wurden wir aber nicht.“
Auch vereinzelt sind Kunden aus dem Burgenland unterwegs: „Ich freue mich, dass alles offen ist“, so Sabine K. aus Oberpullendorf. „Es ist aber gespenstisch, kaum jemand ist unterwegs.“
Verena Tischler, Storeleiterin bei Salewa, sagt: „Ich arbeite seit 1998 in Parndorf. So wenig war bisher aber noch nie los.“ Und: „Es fehlen Kunden aus Wien, Niederösterreich, auch aus der Slowakei und Ungarn.“ Helga Klinger vom Sportbekleidungs-Geschäft iFlow: „Wir hoffen, dass so viele Einheimische wie möglich kommen. “
(mko)
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