Claudia Plakolm

Die neue Regierung

Minister-Trio und ein JUNG-Star

Die ÖVP-Personalrochade bringt drei neue Minister auf Wunsch der Landesfürsten. 

Wien. Der Wechsel zu Karl Nehammer an der ÖVP-Spitze brachte auch eine Neubesetzungs-Welle innerhalb der ÖVP-Regierung: Drei neue Minister sowie JVP-Chefin Claudia Plakolm als neue Staatssekretärin im Kanzleramt.

ÖSTERREICH stellt sie vor:

Uni-Professor. Er ist wohl die schillerndste Figur im neuen Kabinett: Bildungsminister Martin Polaschek fiel zumindest optisch mit seinen langen Haaren auf. Der 56-jährige habilitierte Rechtshistoriker, der privat gerne malt, ist wie Vorgänger Heinz Faßmann Professor. Noch am Freitag trat er als Rektor der Uni Graz – hier war er dank seines guten Corona-Managements sehr beliebt – zurück. Zwar parteipolitisch eher unauffällig, pflegte der gebürtige Oberösterreicher gute Kontakte zu LH Hermann Schützenhöfer und war daher sein Wunschkandidat.

Hardliner. Ganz im Gegensatz dazu kehrt mit Neo-­Innenminister Gerhard Karner ein alter Bekannter in die Herrengasse zurück: Unter dem damaligen Innenminister Ernst Strasser startete er seine Polit-Laufbahn als dessen Pressesprecher. 2003 holte ihn Erwin Pröll als ÖVP-Landesgeschäftsführer nach Niederösterreich zurück. Der 54-jährige Jäger und Rapid-Fan gilt als Hardliner, vor allem was Asyl-Politik angeht, und wurde auf Wunsch von Johanna Mikl-Leitner ins Amt gehoben.

Unauffällig. Finanzminister Magnus Brunner war der Erste der drei neuen Gesichter, der am Freitag in der Zeit im Bild Armin Wolf Rede und Antwort stand – und gleich erlebte, wie es ist, in der ersten Reihe zu stehen: Sein Versprecher „Faßmann ist ein Faßmann“ (statt Fachmann) ging sofort viral. Dabei gilt der passionierte Tennisspieler als sachlich und unaufgeregt. Er wechselte 2007 als Geschäftsführer der Oe-MAG von Vorarlberg nach Wien. Im Jänner 2020 wurde er Staatssekretär im Verkehrsministerium, wo er in der Corona-Krise auf Leonore Gewessler aufpassen musste.  



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