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Mit diesen Messern ging ER auf Polizei los

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Die Ermittlungen rund um die Schüsse in Ottakring fördern einige Überraschungen zutage.

Es ist jetzt klar, dass jener Polizist, der beim blutigen Showdown in einem Wohnhaus in der Brüßlgasse in Ottakring schmerzverzerrt am Boden lag, nicht – wie bisher angenommen – eine Verletzung durch einen Messerstich hatte.

Vielmehr ließ ihn eine Schusswunde zu Boden gehen: ein Querschläger aus der eigenen Waffe oder „Friendly Fire“ aus der Pistole eines Kollegen. Polizeisprecher Patrick Maierhofer zu ÖSTERREICH: „Die Ermittlungen laufen. Fest steht, die Situation im Stiegenhaus war eine ganz enge.“ Alles spreche für Notwehr.

Ismail S. (27), der davor die halbe Wohnung demoliert, Matratzen aufgeschlitzt und den Fernseher eingeschlagen hat, macht dabei in den ­Morgenstunden des Sonntags einen derartigen Aufruhr, dass gleich mehrere Parteien im Haus die Polizei alarmieren. Einige von ihnen wollen sogar „Allahu akbar“-Rufe gehört haben. Als religiöser Fanatiker war Ismail S., Chauffeur bei der Post, aber bisher noch nie aufgefallen. Seine russische Ehefrau versteckte sich im Schlafzimmer.

Als die Polizei die Stiegen heraufkam, schnappte sich der 37-Jährige zwei große Fleischermesser, die er trotz mehrmaliger Aufforderung, sie wegzulegen, drohend den Beamten entgegenhielt. Dann fielen auch schon die Schüsse. Von mehreren Projektilen getroffen, brach Ismail tot zusammen. (kor, lae)

Video zum Thema: Nach Attacke auf Polizisten erschossen
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