Geiselalarm nach Sorgerechts-Streit

Mürzzuschlag

Geiselalarm nach Sorgerechts-Streit

Eine 42-Jährige hatte sich mit ihrer Tochter in einer Wohnung eingesperrt.

Alarm um eine angebliche Geiselnahme hat es am Mittwoch in Altenberg an der Rax (Bezirk Mürzzuschlag) gegeben: Das Rote Kreuz hatte die Polizei darüber informiert, dass sich eine 42-jährige Frau in einer Wohnung eingesperrt habe und sie ihre dreijährige Tochter als Geisel benutze. Die Polizei intervenierte und gab Entwarnung. Hintergrund war ein Sorgerechtsstreit gewesen.

Rotes Kreuz verständigte Polizei
Der Zwischenfall hat sich Mittwochvormittag ereignet. Die Bezirksleitzentrale der Polizei in Mürzzuschlag war vom Roten Kreuz telefonisch verständigt worden, dass sich eine Frau mit einem Kleinkind in der Wohnung einer Nachbarin eingesperrt habe und das Mädchen als Geisel benutze, um andere Personen am Betreten der Wohnung zu hindern.

Frau war betrunken
Wie sich herausstellte, war die Frau mit dem von ihr getrenntlebenden Kindsvater in Streit geraten. Der ebenfalls mit dem Sorgerecht betraute ehemalige Lebensgefährte wollte das Kind zurückbringen, entschied sich aber anders, als er merkte, dass die Frau - sie soll an einem Alkoholproblem leiden - betrunken war. Die Frau flüchtete daraufhin mit dem Kind in die Nachbarwohnung. Die dort lebende Frau wollte helfen und versperrte die Tür.

Situation konnte beruhigt werden
Den Polizisten der Inspektion Neuberg an der Mürz gelang es, die verzweifelte Frau zu beruhigen. Sie erklärte sich schließlich bereit, die Tür zu öffnen und übergab das Kind den Beamten. Die Frau wurde in die Landesnervenklinik Sigmund Freud nach Graz gebracht.

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