Mutter rettet Babys vor Schlange

Kreuzotter biss Frau

Mutter rettet Babys vor Schlange

Schlange war ins Haus eingedrungen -und biss auch noch zu.

Ich dachte zu allererst an meine Babys", Jaqueline Osterkorn erlebte gegen 7.30 Uhr eine böse Überraschung. Die 20-Jährige aus St. Florian bei Schärding (OÖ) saß mit ihrem vier Monate alten Sohn Jan auf der Couch im Wohnzimmer. Zwillingsbruder Joel lag im Stubenwagen. Plötzlich spürte die junge Mutter ein Brennen am Oberschenkel. Sie sah nach unten -und sprang auf: Eine Schlange züngelte ihr entgegen. Die Bürokauffrau in Karenz packte ihre Babys, brachte sie zur Großmutter ins Obergeschoss. Die Frauen alarmierten die Feuerwehr, dann fuhr die Gebissene sicherheitshalber ins Spital.

Feuerwehr suchte das Haus ab -ohne Erfolg
Während die Einsatzkräfte zwei Stunden lang das Haus durchkämmten, gab es Entwarnung für die 20-Jährige: Bis auf leichtes Fieber und Übelkeit zeigte sie keine Vergiftungssymptome. Mit einem mulmigen Gefühl kehrte Jaqueline gegen Mittag mit ihren Kindern in ihre Wohnung zurück: Die Schlange wurde nicht gefunden.

Schlange war aus Wald in Wohnzimmer gekommen
"Vermutlich war es eine Kreuzotter", so Feuerwehrkommandant Johann Hamminger. Er vermutet, sie dürfte von einem nahen Steinbruch am Waldrand kommend eventuell die Wärme im Haus gesucht haben. Die Ärzte im Spital hingegen glaubten laut Osterkorn eher an eine Kornnatter. Während die Natter völlig ungiftig ist, ist die Kreuzotter gefährlicher: Ihr Nervengift kann zu Atemnot, Herzbeschwerden oder Lähmungen führen. Allerdings ist erst das Gift von mindestens fünf Kreuzottern für einen erwachsenen Menschen eine tödliche Dosis.

"Ich dachte nur an meine Kids"
ÖSTERREICH: Wie geht es Ihnen nach dem Schlangenbiss?
Jaqueline Osterkorn: Mir war nur etwas übel und ich hatte leichtes Fieber. Es war wohl eine giftige, aber keine hochgiftige Schlange. Die Ärzte vermuten eine Kornnatter. Ich durfte aber nach ein paar Stunden wieder nach Hause.

ÖSTERREICH: Ihren Babys ist nichts passiert?
Osterkorn: Zum Glück. Ich war völlig geschockt. Mein erster Gedanke war: Ich muss die Kinder wegbringen.

ÖSTERREICH: Das Tier wurde nicht gefunden. Können Sie heute trotzdem ruhig schlafen?
Osterkorn: Ich hoffe, dass so etwas nicht wieder vorkommt. Aber heute Nacht schlafe ich mit den Kindern lieber erst einmal bei meiner Mutter im Obergeschoss.

(hij)

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