Zwei Tote bei Zugsunglück

Niederösterreich

Zwei Tote bei Zugsunglück

Ein Eisenbahnunglück in Niederösterreich hat am späten Mittwochabend zwei Menschenleben gefordert. Nach Angaben der Feuerwehr und von "144 - Notruf NÖ" prallten kurz vor Mitternacht in Obereggendorf (Bezirk Wiener Neustadt) ein Güterzug und Bauzug aufeinander. Dabei wurden auch drei Personen leicht verletzt; sie wurden ins Landesklinikum Wiener Neustadt eingeliefert.

Frontaler Zusammenstoß
Das Unglück auf der Pottendorfer Linie ereignete sich laut Feuerwehr im erweiterten Bahnhofsbereich von Obereggendorf. Die Lok des Güterzuges krachte demnach frontal in den stehenden Bauzug. Ums Leben kamen zwei Mitarbeiter, die sich auf dem Bauzug befanden. Sie erlagen an der Unfallstelle ihren Verletzungen.

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Zugsunglück in Obereggendorf

Zugsunglück in Obereggendorf

Zugsunglück in Obereggendorf

Zugsunglück in Obereggendorf

Zugsunglück in Obereggendorf

Zugsunglück in Obereggendorf

Zugsunglück in Obereggendorf

Zugsunglück in Obereggendorf

Zugsunglück in Obereggendorf

Zugsunglück in Obereggendorf

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Sechs Feuerwehren mit 85 Personen rückten an die Unglücksstelle aus. Außerdem waren Notarzt- und Rettungsteams im Einsatz.

Der Alarm bei der Feuerwehr war um 23.56 Uhr eingegangen, teilte Franz Resperger, Sprecher des Landeskommandos, mit. Der Lokführer des Güterzuges blieb laut Philipp Gutlederer von "144 - Notruf NÖ" unverletzt. Er musste jedoch psychologisch betreut werden.

Bauzüge dienen der Bahn für Dienstfahrten wie Materialtransport für den Bau oder die Wartung der Strecken. Die Unfallursache war zunächst nicht klar.

Menschliches Versagen
Das Eisenbahnunglück selbst dürfte auf menschliches Versagen zurückzuführen sein. Oberst Franz Polzer, Leiter des Landeskriminalamtes NÖ, meinte unter Hinweis darauf, dass die Ursachenermittlung am Donnerstag noch im Gang war, dass es "zu einer Fehleinschätzung" hinsichtlich der Freigabe der Strecke gekommen sein müsse.

Seitens der ÖBB, die eine Unfallkommission eingesetzt hat, hieß es, dass der Hergang analysiert werde. Wenn die Polizei ihre Arbeiten abgeschlossen habe, könne die Wagenbergung in Angriff genommen werden. Die Sperre der Strecke zwischen Wiener Neustadt und Ebenfurth werde voraussichtlich bis in die Nachmittagsstunden dauern. Ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet. Alle Unfallbeteiligten - auch der Fahrdienstleiter des Bahnhofs - würden durch ein Kriseninterventionsteam psychologisch betreut.

Der Güterzug des Privat-Unternehmens RTS war auf ein mit vier ÖBB-Bediensteten besetztes stehendes Gleismessfahrzeug aufgefahren. Dabei wurden der Fahrer des ÖBB-Wagens und ein Mitarbeiter getötet und zwei weitere leicht verletzt. Der Lokführer des Güterzuges blieb unversehrt, ein RTS-Mitarbeiter wurde ebenfalls leicht verletzt.

Fahrdienstleiter des Bahnhofs angezeigt
Menschliches Versagen scheint als Ursache des nächtlichen Eisenbahnunglücks im Bezirk Wiener Neustadt festzustehen: "Der Fahrdienstleiter des Bahnhofes Ober-Eggendorf dürfte das abgestellte Messfahrzeug auf Gleis 1 vergessen/übersehen und den herannahenden Güterzug nicht auf Gleis 2 umgeleitet haben", hieß es in einer Aussendung der NÖ Landespolizeidirektion (LPD) am Donnerstagnachmittag. Der 46-Jährige aus Wiener Neustadt werde der Staatsanwaltschaft wegen Verdachts der fahrlässigen Tötung angezeigt.

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