Anis Abschiebung wird zum Behördenskandal

Falsches Gutachten

Anis Abschiebung wird zum Behördenskandal

Die Abschiebung eines gelähmten Mädchens bringt die BH Baden in Erklärungsnot.

Weil die aus Georgien stammende Familie M. über Litauen in die EU gekommen ist, sollten sie am Donnerstag dorthin abgeschoben werden.

Allein: Für den Transport der Tochter Ani, die aufgrund einer seltenen Bluterkrankung nach der Geburt weder stehen, sitzen noch liegen kann, hätte der AUA-Flieger umgebaut werden müssen. Deshalb wurde das geplante Prozedere vorerst abgeblasen und die sechsjährige Ani mit ihrer Mutter zuerst in ein Anhaltezentrum in Simmering gebracht. Von dort hätten die beiden wieder nach Bad Vöslau in die Zuständigkeit der Bezirkshauptmannschaft Baden sollen – als die Sanis dem Mädchen eine Beruhigungsspritze verpassten, bekam Ekaterina M. einen Nervenzusammenbruch. Jetzt liegen Tochter und Mutter getrennt in verschiedenen Psychoabteilungen zweier Spitäler.

Falsches Gutachten
Unterdessen wurde bekannt, dass die BH Baden die Behinderung des Kindes offenbar absichtlich als „leicht“ eingestuft hatte, damit man die Familie leichter abschieben kann.


Menschenrechtsvertreter fordern Landeshauptmann Erwin Pröll auf, die Vorgangsweise zu überprüfen und Konsequenzen zu setzen.

(kor)

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