Mordfall Manuela: Verwirrung um Geständnis

Anwalt sagt Nein, Staatsanwaltschaft Ja

Mordfall Manuela: Verwirrung um Geständnis

Ein Flüchtling hat einen Mord zugegeben. Ein Geständnis soll dies jedoch nicht sein. 

Für die zuständige Staatsanwaltschaft in Wr. Neustadt gibt es keinen Zweifel: Für sie hat Yazan A. gestanden, in der Nacht zum Sonntag seine erst 16-jährige Ex-Freundin Manuela K. getötet und im Wodica-Park am Stadtrand abgelegt zu haben.

Damit schien der Fall klar: Doch jetzt widerspricht der Anwalt des dringend tatverdächtigen Syrers (19). Verteidiger Andreas Reichenbach betonte am Dienstag, dass kein unterschriebenes und damit gültiges Protokoll seines Mandanten vorliege, und damit kein verwertbares Geständnis. Es gebe aktuell keine Angaben des Verdächtigen zu den Vorwürfen.

Die Staatsanwaltschaft sieht dies freilich anders: „Es kommt immer wieder vor, dass es sich Verdächtige im Rahmen der Vernehmung überlegen und nicht unterschreiben“, sagte Staatsanwalt Erich Habitzl. Dies ändere nichts daran, „dass für uns ein Geständnis existiert“. Vor Gericht sei dies freilich „eine Frage der Beweiswürdigung“, räumte er ein. Wie berichtet, soll Yazan A. seine Ex-Freundin erstickt haben. Sie hatte ihn zuletzt wegen sexueller Belästigung und Körperverletzung angezeigt. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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