Der Verdächtige von Greinsfurth hat für die Beweise gegen ihn aberwitzige Erklärungen.
Wie ÖSTERREICH berichtete, kamen die Fahnder Rene F. aus Darmstadt, der seit 2009 in Österreich lebt und hier zuletzt als Vagabund in seinem Auto nächtigte, nur aus einem einzigen Grund auf die Spur:
Der mutmaßliche Killer, der die Filialleiterin Brigitte G. (52) am Parkplatz vor dem Einkaufszentrum WestSide City in Greinsfurth bei Amstetten überfallen und erwürgt haben soll, drehte zwei Monate nach dem Raubmord das vom Opfer gestohlene Handy auf, um es mit seiner Sim-Karte zu benützen. So konnte die Polizei ihn plötzlich orten und bei einer „Verkehrskontrolle“ am Autobahn-Rastplatz Haag festnehmen.
Der 39-jährige Gelegenheits-Kellner (der sich auch in Linz und Wien herumtrieb) bestreitet die Tat vehement und gibt über seinen Anwalt an, das Mobiltelefon von einem Mann mit einem Auto mit Melker Kennzeichen erworben zu haben. Gekauft habe er es deshalb, weil sein eigenes kaputt war. 70 Euro will er dafür gezahlt haben.
Bei Zusammenstoß an der Nase gekratzt
Dass seine DNA-Spuren unter den Fingernägeln des Opfers gefunden wurden, erklärt sich der 39-Jährige mit einem „blöden Zufall“. Er will mit Brigitte G. in der Lebensmittelfiliale, in der die Frau arbeitete, bei einem Getränkeregal zusammengestoßen sein. Dabei habe sie Rene F. am Nasenrücken gekratzt, schildert der Verteidiger die Ausführungen seines Mandanten. Der Untersuchungsrichter glaubte ihm nicht und verhängte am Mittwoch die Untersuchungshaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.