Ex-SPÖler soll eigenes Enkerl missbraucht haben

Sechs Jahre Haft

Ex-SPÖler soll eigenes Enkerl missbraucht haben

Der Angeklagte soll sich seit dem Jahr 1990 an Minderjährigen vergangen haben.

NÖ. Der Fall hatte im vergangenen Jänner für Fassungslosigkeit gesorgt.

Ein SP-Gemeinderat (57) aus dem Mostviertel wurde wegen des Verdachts des schweren sexuellen Missbrauchs von Unmündigen – darunter seiner eigenen Enkeltochter – verhaftet.

Rauswurf. Den Fall ins Rollen brachte eine Lehrerin, nachdem sich ein Opfer ihr anvertraute. Seither saß der Politiker, der umgehend aus der Partei geworfen wurde, in U-Haft. Mittwoch stand der 57-Jährige in St. Pölten vor Gericht. Laut Anklage wurden dem Mostviertler strafbare Handlungen gegen die sexuelle Integrität und Selbstbestimmung, versuchte Vergewaltigung, teils schwerer sexueller Missbrauch von Unmündigen und Missbrauch eines Autoritätsverhältnisses seit Herbst 1990 bis Weihnachten 2017 zur Last gelegt.

9 Opfer. Bei den weiteren der insgesamt 9 Opfer soll es sich um zwei Töchter des Beschuldigten, 2 Nichten und deren Freundinnen handeln. Vor Gericht sprach der Angeklagte von einem „Fehler“ und „riesengroßer Dummheit“. Er bekam sechs Jahre Haft. Nicht rechtskräftig.

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