Tarantel NÖ

Niederösterreich

Giftige Tarantel in Reihenhaus entdeckt

Wieder ist eine Tarantel gesichtet worden. Diesmal in einer Siedlung in Gänserndorf.

Wenn man nicht gerade eine Spinnen-Phobie hat, ist der haarige Achtbeiner richtig imposant: Die Südrussische Tarantel (Lycosa singoriensis) gehört zu den Wolfsspinnen, wird bis zu vier Zentimeter groß und ist damit die größte Spinne Mitteleuropas. In jüngster Zeit haben die Sichtungen der ­Tarantel im Lande deutlich zugenommen.

Zunächst tauchte die Wolfsspinne im nördlichen Burgenland (Seewinkel, Parndorfer Platte) auf, jetzt gelangen Logistik-Manager Georg F. Schnappschüsse einer Südrussischen Tarantel in einer Reihenhaus-Siedlung in Gänserndorf, wo der 20-Jährige bei seinen Eltern wohnt: „Ich habe sie schon oft gesehen, manchmal kommt sie täglich. Jetzt habe ich einfach mal ein paar ­Fotos gemacht“, sagte der „Spinnen-Jäger“ zu ÖSTERREICH.

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Spinnen-Biss
kann schmerzhaft sein

Das ist selten, denn Lycosa singoriensis lebt in Erdhöhlen und kommt tagsüber nur selten aus ihrem Versteck. Erstmals in Österreich wurde sie schon in den 1950er-Jahren gesichtet. Sie ist zwar giftig, für den Menschen aber unbedenklich. Allerdings kann ihr Biss schmerzhaft sein.

Die Tarantel, die sich in Österreich immer weiter westlich auszubreiten scheint, steht eigentlich auf der Roten Liste und ist vom Aussterben bedroht. Ob der Klimawandel etwas mit der offenbar verstärkten Ausbreitung zu tun hat, ist unter Experten umstritten. Spinnen-Fachmann Christoph Hörweg vom Naturhistorischen Museum Wien glaubt nicht an einen Zusammenhang.

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