Dringlich

Hohe Zustimmung zur Renaturierung in NÖ

In Österreich halten laut repräsentativer WWF-Online-Umfrage 76 Prozent der Bevölkerung Renaturierungsmaßnahmen für wichtig - in NÖ sogar mehr. Insgesamt steht man hier and zweiter Stelle. In Österreich sehen 68 Prozent der Befragten außerdem das EU-Renaturierungsgesetz als positiv an.

Österreich muss seinen nationalen Wiederherstellungsplan bis zum 1. September vorlegen. „Die hohe Zustimmung der Menschen unterstreicht, dass Renaturierung nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch gesellschaftlich breit getragen wird. Das ist ein klarer Handlungsauftrag für die Politik“, sagt WWF-Experte Joschka Brangs. Zentrale Weichen sollten bereits im Doppelbudget von Finanzminister Markus Marterbauer gestellt werden.

Besonders hohe Zustimmung in NÖ

Die generelle Unterstützung für Renaturierungsmaßnahmen ziehe sich durch ganz Österreich. In NÖ würden sogar 84 Prozent zustimmen. Nur das Burgenland liege mit 88 Prozent davor - Kärnten teile sich dieselbeben Prozent mit NÖ und Salzburg folge mit 83 Prozent. Als Vorteile nennen Befragte vor allem die Sicherung der Trinkwasserqualität, die Speicherung von Wasser in der Landschaft als natürlicher Hochwasserschutz sowie die Verringerung der Hitzebelastung in Städten. „Angesichts der Klima- und Biodiversitätskrise werden natürliche Schutzmaßnahmen immer wichtiger. Sie zahlen sich volkswirtschaftlich und ökologisch mehrfach aus“, sagt WWF-Experte Joschka Brangs.

Dringliche Aufgabe 

Wiederherstellung natürlicher Ökosysteme zähle zu den dringlichsten Aufgaben der nächsten Jahre. In Österreich seien über 80 Prozent europarechtlich geschützter Arten und Lebensräume in keinem günstigen Erhaltungszustand. Mehr als die Hälfte der Fließgewässer verfehle die EU-Kriterien für einen guten ökologischen Zustand. Ebenfalls ein negativer Faktor sei der hohe Bodenverbrauch von im Schnitt 6,5 Hektar pro Tag.

Für die aktuelle Umfrage hat market im Auftrag des WWF 1.000 Personen online befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 16 Jahren (Schwankungsbreite: +/- 3,16 Prozentpunkte; Zeitraum 17. Februar bis 2. März). Für Bundesländer-Auswertungen wurde die Stichprobe auf n=1.330 aufgestockt (Schwankungsbreite: +/- 2,74 Prozentpunkte).

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