Diashow Juwelier-Geiselnahme: Jüngster war der Boss

Drama in St. Pölten

Juwelier-Geiselnahme: Jüngster war der Boss

Anführer schon mit 13 kriminell: Schüler-Trio im Verhör ohne Reue.

Während sich ihre Opfer – der St. Pöltner Juwelier Josef Wohlmuth und sein Uhrmacher Franz M. – noch von dem Schock der Geiselnahme erholen, wurden die Teenie-Räuber ins Landesgericht überstellt.

Der Mazedonier Senol G. (19, mehrfacher Repetent), sein Klassenkollege Alban V. (16, bosnische Wurzeln) und ihr tschetschenischer Freund und Rädelsführer Sabur A. (noch Hauptschüler) müssen sich wegen schweren Raubs, Freiheitsentziehung und Nötigung verantworten. Dem älteren drohen bis zu 15 Jahre Haft, den beiden Jugendlichen die Hälfte – sofern sie das volle Strafausmaß ausfassen.

Video: So brutal war der Juwelier-Überfall

Bruder in Haft
Davon kann man jedenfalls beim Jüngsten des Trios ausgehen: Sabur A., der erst vor einem Monat 16 wurde, hat schon eine beachtliche kriminelle Vorgeschichte: Seit er 13 ist, taucht er immer wieder in den Polizeiakten auf: meistens wegen Diebstahl und Einbruch. Sein älterer Bruder (18) sitzt wegen zweiterem übrigens derzeit im Gefängnis ...

Dass die Familienverhältnisse der drei Geiselnehmer (für die natürlich die Unschuldsvermutung gilt) nicht die besten sind, zeigen die Aussagen der drei vor den Ermittlern. Auf die Frage, ob die Eltern nicht gestresst und enttäuscht wären, wenn sie wegen des Coups auf das Juwelier-Geschäft hinter Gittern müssen, antwortete etwa einer: „Denen geh i net ab.“

Drohung
Auch sonst gaben sich die Jungs extrem cool und ohne jede Reue. Zur Glock, die sich nur bei näherer Betrachtung als Gaspistole entpuppte, meinten sie nur, sie von einem schwarzafrikanischen Dealer gekauft zu haben.

Mit der Waffenattrappe schlugen die Vermummten nicht nur Josef Wohlmuth nieder, sondern drohten auch: „Jetzt müssen wir jemanden erschießen.“

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