Mödling geht neue Wege in der Notfallmedizin. Mit einem eigenen First-Responder-System will die Stadt schneller, gezielter und kompetenter helfen.
Im Dezember-Gemeinderat hat Mödling die Installierung von vier sogenannten "First Respondern" als Unterstützung für den Rettungsdienst beschlossen: Die Stadtgemeinde finanziert hierbei das notwendige Material (Notfallausrüstung inklusive Defibrillator und Sauerstoff sowie Handfunkgeräte und CO-Warner zum Eigenschutz der First-Responder). Zum Kickoff mit Infogespräch trafen sich Bürgermeisterin Silvia Drechsler, Initiator Stadtrat Tim Pöchacker, der selbst als Notfallsanitäter Dienst in Mödling verrichtet, sowie die Gemeindebediensteten Klaus Pilz (Facility) und Christian Borek (Defi-Verantwortlicher) am Dienstag mit Vertretern des Roten Kreuzes.
Gerüstet für den Ernstfall
"Das Ziel des Systems ist die wesentliche Verkürzung der Zeitspanne bis zum Eintreffen qualifizierter medizinischer Hilfe, um dadurch die Überlebens-Wahrscheinlichkeit und Heilungschancen betroffener Patient signifikant zu erhöhen. Auch die Verantwortlichen des Roten Kreuzes sehen trotz guter Reaktionszeit für die Größe des Mödlinger Stadtgebietes große Vorteile im zusätzlichen Einsatz der First Responder", so die Stadtverantwortlichen Drechsler und Pöchhacker.
Ein Netz, das engmaschiger wird
Bei First Respondern handelt es sich um speziell ausgebildete Rettungs- bzw. Notfallsanitäter, die bei potenziell lebensbedrohlichen Notfällen durch die Rettungsleitstelle parallel zu den regulären Rettungsmitteln alarmiert werden. Die Installierung des First Responder-Systems stellt zudem eine wichtige Ergänzung zu den aktuell 28 Standorten von selbsterklärenden Defibrillatoren im Stadtgebiet dar."Für die nächsten Jahre haben wir viele Projekte geplant, die die Überlebenschancen bei medizinischen Notfällen in Mödling weiter verbessern sollen", so Stadtrat Tim Pöchhacker abschließend.