Europas Energieversorgung steht auf wackligen Beinen. Komplizierte Krisen haben die Abhängigkeit Europas schonungslos offengelegt. Landeshauptfrau Mikl-Leitner (ÖVP) reiste deshalb nach Kroatien – einem Land, das sich zum zentralen Energie-Hub für Europa entwickelt.
Beim Flüssigerdgasterminal auf der Insel Krk sowie beim Ausbau der Pipeline-Infrastruktur sieht die Landeshauptfrau enormes Potenzial für ganz Mitteleuropa. "Europas Energieversorgung ist die Achillesferse unserer europäischen Gemeinschaft. Wir müssen sie breiter aufstellen und unabhängiger machen – nur so können wir Wirtschaftskraft und Wohlstand sichern", betonte Mikl-Leitner bei Treffen mit Premierminister Plenković sowie mehreren Ministern in Zagreb.
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner mit dem kroatischen Verteidigungsminister Ivan Anusic.
Doch nicht nur Energie stand auf der Agenda
Arbeitstreffen von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner mit dem Premierminister von Kroatien, Andrej Plenkovic.
Niederösterreich-Exporte nach Kroatien sind in fünf Jahren um 70 Prozent auf 322 Millionen Euro gestiegen. Beim Thema Bahn will Niederösterreich – mit dem dichtesten Schienennetz Österreichs – als Technologiepartner punkten. Im Sicherheitsbereich fordert die Landeshauptfrau bessere Rahmenbedingungen für heimische Betriebe, die vom 800-Milliarden-Euro-Rüstungspaket der EU profitieren sollen. Zudem sprachen sich beide Seiten für eine rasche EU-Integration des Westbalkans aus. Fazit: Kroatien und Niederösterreich wollen ihre strategische Partnerschaft in Energie, Wirtschaft und Sicherheit deutlich ausbauen.