Schlammschlacht um Boots-Unglück

Heer gegen Feuerwehr

Schlammschlacht um Boots-Unglück

Die Feuerwehr ist empört: Das Bundesheer hat sie nach dem Bootsunglück kritisiert.

In der Causa um das dramatische Bootsunglück auf der Donau bei Hainburg mit zwei lebensgefährlich verletzten jungen Frauen hat das in die Kritik geratene Bundesheer jetzt einen Nebenkriegsschauplatz eröffnet. Ober Michael Bauer, der Sprecher des Verteidigungsministeriums, warf der Feuerwehr vor, nach dem Unglück keinen Großalarm ausgelöst zu haben.

Als „ungeheuerlich“ bezeichnete dies der Sprecher des niederösterreichischen Feuerwehrverbandes, Franz Resperger: „Das Bundesheer versucht, der Feuerwehr eine Mitverantwortung für diese furchtbare Tragödie umzuhängen“, wetterte er.

Denn in der Tat war es ein Feuerwehrmann, der nach dem Kentern des Pionierbootes einen Notruf absetzte, während dies die beteiligten Soldaten des Bundesheeres nicht für notwendig erachteten. Nach neuesten Erkenntnissen sollen sie die beiden jungen Frauen, die erst nach 40 Minuten unter dem Boot geborgen wurden, nach dem Kentern nicht einmal vermisst haben.

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