Bei einer Verkehrskontrolle auf der Kremser Schnellstraße (S33) ist am Dienstag ein Hundewelpe aus einem bulgarischen Kleintransporter befreit worden.
Polizeiangaben vom Mittwoch zufolge hatte sich der verängstigte Vierbeiner in dem Kfz in einem beengten, dunklen Bereich mit einem Bewegungsraum von nur rund 30x30 Zentimetern befunden. Die beigezogene Amtstierärztin stellte weitere Verstöße fest. Der Hund wurde abgenommen und zur Versorgung in das Tierheim St. Pölten gebracht.
Der von einem 52-jährigen Bulgaren gesteuerte Kleintransporter war von Beamten der Autobahnpolizeiinspektion Krems im Raum Herzogenburg (Bezirk St. Pölten) kontrolliert worden. Im Laderaum fanden die Uniformierten den jungen Hund unter einem Kühlschrank, Koffern und diversen weiteren transportierten Gegenständen. "Die Ladung war nicht gesichert und hätte bei einer Vollbremsung oder abrupten Fahrbewegung verrutschen und den Welpen schwer verletzen können", betonte die Landespolizeidirektion Niederösterreich in einer Aussendung. Die Fahrt dürfte im deutschen Stuttgart gestartet haben, währenddessen sei der Vierbeiner ausschließlich mit Essensresten versorgt worden.
Transport erst ab Alter von 16 Wochen zulässig
Neben Platzmangel und dem Fehlen einer geeigneten Vorrichtung konstatierte die Amtstierärztin die Absenz einer gültigen Tollwutimpfung sowie von Licht, geeignetem Futter und Wasser. Zudem sei der Transport erst ab einem Alter von 16 Wochen zulässig. Die Abnahme des Hundewelpen wurde daher angeordnet.
Indes offenbarte der Kleintransporter schwere technische Mängel. Zudem entsprachen die Ladungssicherung und das höchstzulässige Gesamtgewicht nicht den gesetzlichen Vorschriften. Vom 52-jährigen Lenker wurde eine vorläufige Sicherheitsleistung eingehoben. Eine Anzeige an die Bezirkshauptmannschaft wird folgen.