Entscheidung

SPÖ-Beben: Kern wird nicht gegen Babler antreten

Die Entscheidung ist gefallen: Ex-Kanzler Christian Kern hat sich laut oe24-Informationen gegen eine Kandidatur zum SPÖ-Chef gegen Andreas Babler beim Parteitag am 7. März entschieden. 

Es ist entschieden: In einem Facebook-Posting macht Ex-Kanzler Christian Kern einen Rückzieher: "Ich habe kein Interesse an einer fortgesetzten Führungsdiskussion in der SPÖ und werde am kommenden Parteitag nicht kandidieren."

Kern sollte überredet werden

Dabei hatte es in der SPÖ in weiten Teilen massive Versuche gegeben, Kern zu einer Kandidatur zu überreden, um den ungeliebten Vizekanzler Andreas Babler abzulösen.

Wie oe24 mehrfach berichtet hatte, wollte der frühere SPÖ-Kanzler allerdings ohne das Placet der Wiener SPÖ antreten - das bekam er aber nicht. Dabei war Kern am Dienstag sogar mit dem neuen Kärntner SPÖ-Chef Daniel Fellner ins Wiener Rathaus zu Michael Ludwig gepilgert. Der blieb allerdings bei seiner Haltung, aus formalen Gründen Babler zu unterstützen. Damit waren die Würfel eigentlich schon zugunsten Bablers gefallen - es dauerte aber weitere 24 Stunden, bis Kern auf Facebook auch offiziell zurückzog. 

Doch wie begründet Kern seinen Schritt? "In den vergangenen Tagen wurden viele Gespräche geführt. Mein Resümee ist, dass es die beste Option ist, die Arbeit der Bundesregierung konstruktiv zu unterstützen", so die zentrale Passage in Kerns Statement. Gleichzeitig gibt der Ex-Kanzler zu, dass "in den vergangenen Tagen viele Gespräche geführt wurden". 

Dabei hätte Kern wohl auch ohne Unterstützung  der Wiener Chancen gehabt, gegen Babler beim Parteitag am 7. März zu gewinnen: Praktisch alle anderen Landesgruppen waren auf seiner Seite. Der  mächtige Gewerkschaftsflügel stand praktisch auf Standby und wartete auf die Entscheidung. Die ist jetzt gegen eine Kandidatur ausgefallen.

Babler dürfte jetzt freie Bahn haben

Amtsinhaber Andreas Babler ist zwar der wohl unbeliebteste Parteichef, am Parteitag dürfte er jetzt aber freie Bahn haben, da es keinen Gegenkandidaten gibt,

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