Geheim-Gipfel zwischen Ex-Kanzler Christian Kern, Wiens Bürgermeister Michael Ludwig, der Dritten Nationalratspräsidentin Doris Bures und dem Kärntner SPÖ-Chef Daniel Fellner im Wiener Rathaus.
„Du musst sagen, ob Du antreten wirst“, sagt Michael Ludwig immer wieder. Es sei seine „Verantwortung zu entscheiden“. Man könne und werde ihm „keinen roten Teppich auslegen“, erklärt Doris Bures. Er würde es „machen, aber brauche die Unterstützung der Wiener“, antwortet Christian Kern. „Babler würde ein Streichkonzert blühen“, warnt Kärntens SPÖ-Chef Daniel Fellner. Die vier Spitzenroten reden fast zwei Stunden am Dienstag knapp nach 15 Uhr im Wiener Rathaus.
Eigentlich hätte nur Fellner zum Antrittsbesuch zum Wiener Bürgermeister kommen sollen. Aber der Ex–Kanzler – wie von oe24 berichtet – will nur beim SPÖ-Parteitag antreten, wenn Ludwig seine Reserviertheit gegen ihn aufgibt und ersucht Ludwig, beim Gespräch dabei zu sein.
Doris Bures.
Kern hat tatsächlich eine Mehrheit der Länder bereits hinter sich. Die Gewerkschaft will, dass er sich ganz klar selbst deklariert.
Das Gespräch im Rathaus verändert die Lage nicht. Ludwig warnt vor den Folgen für die Partei. Etwa „wochenlanger Streit“.
Kern bekennt in diesem Gespräch, dass er die SPÖ im Fall der Fälle auch in die Opposition führen werde. Ob er beim Parteitag wirklich antreten wird, bleibt offen. Bis Samstag könnte ihn ein SPÖ–Delegierter als Kandidat nominieren.