Rätsel gelöst

Skifahrer stürzte 10 Meter tief aus Sessellift – tot

Ein Skifahrer aus Graz kam bei einem Unfall auf der Planai ums Leben. Lange war die Ursache unklar, doch seine Smartwatch brachte nun Gewissheit.

Steiermark. Der 42-jährige Grazer war erst kurz nach dem Saisonstart im steirischen Skigebiet unterwegs. Am Sonntag, 23. November, wurde der Mann gegen 12:45 Uhr von anderen Wintersportlern leblos direkt unter der Lifttrasse aufgefunden – oe24 berichtete. Ein Notarzt, der mit dem Rettungshubschrauber C14 zur Unfallstelle abgeseilt wurde, konnte nur noch der Tod des Mannes feststellen. Zunächst wurde vermutet, dass der Verunfallte möglicherweise mit einer Skispitze im Boden eingefädelt hatte und zu Sturz gekommen sei. Vieles blieb aber unklar.

Umfangreiche Ermittlungen und Zeugenbefragungen zeigten nun: Der erfahrene Skifahrer stürzte aus einer Höhe von etwa zehn Metern vom Sessellift auf den Boden. Dabei zog er sich einen tödlichen Genickbruch zu. Das berichtet "Kleine Zeitung" unter Berufung auf die Alpinpolizei.

Die Auswertung der Smartwatch des Verunglückten gab den entscheidenden Aufschluss, denn sie zeigte den Fall an der betreffenden Stelle. Um die Ergebnisse abzusichern, führte die Alpinpolizei mehrere Erhebungsfahrten mit der Burgstallalmbahn durch und glich die Daten einer ähnlichen Uhr mit der Liftkarte ab.

Verfahren mittlerweile eingestellt

Ein Fremdverschulden konnte nach den umfangreichen Untersuchungen definitiv ausgeschlossen werden. Die Alpinpolizei betont gegenüber "Kleine Zeitung", dass bei den Planaibahnen kein Fehler zu finden sei. Es sei ein "supersicherer Lift, das Personal ist sehr gut geschult". Die Burgstallalmbahn ist ein moderner Achter-Sessellift. Die Sicherheitsbügel des Lifts, die zwischen den Füßen platziert sind, verhindern ein Durchrutschen.

Ungeklärt bleibt, wie und warum der 42-Jährige überhaupt hinausfallen konnte. 

Die Staatsanwaltschaft Leoben hat das Ermittlungsverfahren mit Ende Jänner offiziell eingestellt, da keine Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden vorliegen.

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