Überraschung

Vom Boykott zum Dschungel-Liebling? DARUM ist Gil Ofarim noch im Camp

Der Musiker entwickelt sich am Lagerfeuer immer mehr zum Frauenversteher. Alles nur Show? Oder zeigt er jetzt sein wahres Ich? 

Drei Stars haben das Camp bereits verlassen. Der Dschungel lichtet sich, die Luft wird dünner – und doch bleibt einer erstaunlich standhaft: Gil Ofarim. Während andere entweder gehen mussten oder sich vorzugsweise mit der Pritsche verwachsen haben, wirkt der Musiker gelöst, beinahe befreit. Er spricht, er hört zu, er lacht. Kurz: Er entwickelt sich. Und genau das bleibt im Camp nicht unbemerkt.

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Allen voran Eva registriert diese Veränderung mit wachem Interesse. Gil öffnet sich zunehmend, wird vom stillen Mitbewohner zum geselligen Plauderer – eine Entwicklung, die am Lagerfeuer ebenso Thema ist wie hinter vorgehaltener Hand. Simone bringt es auf den Punkt: Nach dem anfänglichen Gegenwind hätte kaum jemand darauf gewettet, dass Gil länger als eine Woche bleibt. Ofarim selbst teilt diese Einschätzung. Er habe fest damit gerechnet, die ersten Prüfungen zu absolvieren – und dann höflich, aber bestimmt verabschiedet zu werden. Doch offenbar kommt es anders.

Während Gil Sympathiepunkte sammelt, widmen sich andere dem gepflegten Stillstand. Samira und Ariel, nie um eine klare Meinung verlegen, nehmen sich besonders Hubert und Hardy zur Brust – respektive zur Pritsche. Die beiden gelten im Camp als verlässliche Konstanten: konstant liegend. Bewegung erfolgt, so der einhellige Eindruck, ausschließlich bei Essensausgabe oder Toilettengang. Die Diagnose fällt entsprechend scharf aus, der Humor schwarz.

 

 


 

Dass ausgerechnet Hubert und Hardy schließlich gemeinsam mit Patrick und Simone zur Dschungelprüfung antreten müssen, wirkt fast wie ein sanfter Weckruf der Produktion. „Die WEH C-Promis“ entpuppen sich als unerquicklichstes stilles Örtchen Australiens. Zwischen verstopften Toiletten, braunem Schleim, Riesenkakerlaken und fliegendem Federvieh wird geschraubt, getastet und verzweifelt kommuniziert. Das Ergebnis: drei von neun Sternen. Sonja Zietlow bringt es trocken auf den Punkt – und trifft damit den Kern der Sache.

Evas innerer Kampf

Doch nicht nur körperlich, auch emotional ist im Camp einiges in Bewegung. Eva bewegt sich dabei auf besonders dünnem Eis. Nach Flirtvorwürfen mit Patrick will sie klären, reden, aufräumen. Patrick hingegen setzt klare Grenzen. Seine Loyalität gilt Annelie – und seinem häuslichen Frieden. Jeder weitere Verdachtsmoment sei einer zu viel. Eva bleibt dennoch sitzen, argumentiert mit Ruf und Verantwortung. Patrick bleibt standhaft. Vorsicht ist hier nicht nur die Mutter der Porzellankiste, sondern auch der Beziehung.

Deutlich entspannter verläuft hingegen Evas Gespräch mit Gil. Zwischen Yoga-Vergangenheit, verpasster Jugend und früher Karriere entfaltet sich ein erstaunlich offenes Porträt eines Mannes, der mit 14 berühmt wurde und sich mit Anfang 20 ausgebrannt und einsam wiederfand – trotz Geld, Penthouse und Ausblick. Eva hört zu, fühlt mit, bekommt Gänsehaut, spätestens als Gil auch noch ihre griechischen Lieblingssänger kennt. Der Dschungel zeigt hier einmal mehr seine überraschendste Seite: echte Nähe.

 


 

Ariels Frauenbild

Weniger differenziert, dafür umso lauter wird es später bei der nächtlichen Feuerwache. Ariel und Samira analysieren das Camp, die Dynamiken, die Rollenbilder – und kommen zu einem klaren Befund: Frauen sind immer schuld. Zu freizügig, zu präsent, zu sichtbar. Dass Eva im Bikini durchs Camp läuft, wird von manchen Männern offenbar problematischer gesehen als 40 Grad Hitze. Ariel hält dagegen – mit Selbstbewusstsein, Lautstärke und dem festen Glauben daran, dass keine Frau der Welt sich vorschreiben lassen muss, was sie trägt. Punkt.

Und Gil? Der sitzt mittendrin, erzählt Witze, plaudert von John Bon Jovi, lacht über sich selbst – und sagt am Morgen schlicht: Der Dschungel tut ihm gut. Vielleicht ist genau das die Antwort auf die Frage, die alle umtreibt: Warum ist Gil noch hier? Weil er sich bewegt. Innerlich. Und das ist im Dschungel offenbar wertvoller als jede Pritschen-Erfahrung. 

DIE Entscheidung

Total überrascht RTL dann aber doch - denn am Montag geht tatsächlich keiner! Die Spannung war kaum auszuhalten. Die Kandidaten konnten es kaum glauben und diskutierten minutenlang hin und her, wie dies denn sein könne, dass keiner gehen muss. Einige stellten sogar die Frage in den Raum, ob jemand freiwillig gehen solle - letztlich blieb es aber bei der Verwirrung innerhalb der Runde - die Auflösung kommt wohl wahrscheinlich mit der nächsten Folge. 

"Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" läuft täglich um 20:15 Uhr auf RTL und RTL+

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