Albino-Reh in Steyr

Kein Abschuss

Albino-Reh in Steyr bleibt frei

Das Albino-Reh, das im Herbst in Steyr zum ersten Mal gesichtet wurde, steht weiterhin nicht auf der Abschussliste der Jäger.

Nach weidmännischer Meinung bringt das Töten Unglück. Zudem fühle sich das Tier unter seinen normalgefärbten Artgenossen wohl, berichtete Franz Hiesmayr, Leiter der Jagdgenossenschaft, am Freitag.

Im Steyrer Revier werde das Reh derzeit seltener gesichtet, so Hiesmayr. Aber nicht der Schnee ist daran schuld, sondern eine Übersiedlung: Das weiße Tier hat es sich samt seiner Gruppe im Wald von Dietach gemütlich gemacht, das nur einen Bocksprung entfernt ist. "Im Gehölz haben sie es im Winter wärmer", erklärte der Jäger.

Ob es sich bei dem Bambi um ein Männchen oder Weibchen handelt, konnte bisher nicht festgestellt werden. Spitznamen hat es auch noch keinen erhalten. Zoos hätten nach wie vor kein Interesse an dem Tier angemeldet, berichtete Hiesmayr: "Im Freien hat das Reh aber ohnehin ein schöneres Leben als hinter einer Umzäunung."

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