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Asylwerber aber zurechnungsfähig

Doppelmord im religiösen Wahn: Afghane heute vor Gericht

Der Angeklagte (33) bestreitet die Tötungsabsicht: 'Wollte sie nur erschrecken.'

OÖ. Vor Gericht in Linz muss sich ab heute der afghanische Asylwerber Jamal A. (33) verantworten, der im Oktober in Wullowitz zunächst einen Mitarbeiter (32) des Roten Kreuzes mit einem Klappmesser erstochen und auf seiner Flucht den 63-jährigen Landwirt Franz G. getötet haben soll – es gilt die Unschuldsvermutung.

Entscheidend für die Anklage war die Frage der Zurechnungsfähigkeit. Gutachterin Heidi Kastner sieht diese für gegeben, auch wenn sie dem Angeklagten einen „religiös gefärbten Wahn“ attestiert. Der 33-Jährige selbst hat die tödlichen Messerstiche zugegeben. Allerdings habe er nicht in Tötungsabsicht gehandelt: „Ich wollte sie nur erschrecken“, hatte der Asylwerber bislang stets behauptet.

© APA

Jamal A. war  tickende Zeitbombe

Ein 33-jähriger Afghane und zweifacher Vater war im Oktober des letzten Jahes mit dem Fahrrad zu der Flüchtlingsunterkunft in Wullowitz gekommen, obwohl er eigentlich gar nicht mehr dort wohnte. Er hatte nämlich eine Beschwerde. Offenbar schmeckten ihm die Arbeitszeiten als Ganztagskraft im Altstoffsammelzentrum – den Job hatte ihm David H. (33) vermittelt – gar nicht. Es kam zu einem Streit, dann zu einem Handgemenge. Dabei zückte der Flüchtling ein Messer und stach es seinem Gegenüber in die Brust. Das Opfer schwebt nach wie vor in Lebensgefahr, drei Insassen des Heimes – das aufgrund der Ereignisse noch diese Woche geschlossen wird – konnten im letzten Moment verhindern, dass der Afghane dem Rotkreuz-Mann die Kehle durchschnitt – ÖSTERREICH berichtete.
© Fotokerschi.at
 

Bei Fahrprüfung führte er sich wie Rennfahrer auf

Bei der Flucht wurde der Messerstecher zum mutmaßlichen Raubmörder: Als der Altbauer Franz G. bemerkte, dass jemand in seine Garage eindrang, um seinen Citroën zu stehlen, stellte er sich mutig dem Autodieb – doch der stach wie von Sinnen sechs Mal mit dem aufgeklappten Messer auf den 63-Jährigen ein. Mit dem Pkw kam Jamal A. bis nach Linz, wo er um 21.36 Uhr von einer Sondereinheit geschnappt wurde.
 
© laumat.at/Mathias Lauber
 
Wie dann bekannt wurde, war der Afghane eine tickende Zeitbombe. 2015 war er nach Österreich gekommen. Eine erste Beschwerde über ihn kam, als der gläubige Moslem demonstrativ laut in aller Öffentlichkeit den Koran las. Dann lieferte er sich beim Deutschkurs in der Volkshochschule eine Schlägerei, weil ein anderer Asylwerber es wagte, eine tolerante Einstellung gegenüber Alkohol zu haben. Dabei brach er sich das Sprunggelenk.
 
© Fotokerschi.at
 
Schließlich wurde er gegen seine Frau handgreiflich und bekam eine zweiwöchige Wegweisung. Doch die Gattin und Mutter zweier gemeinsamer Kleinkinder verzieh ihm, er musste nur ein Anti-Gewalt-Training absolvieren. Währenddessen flog er dreimal bei der Führerscheinprüfung durch. Das vierte Antreten wurde zum YouTube-Hit, weil Jamal wie ein Rennfahrer Gas gab und alle vier Reifen verbrannte.

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