Filmreife Flucht von Häftling

Sohn wartete mit Auto

Filmreife Flucht von Häftling

Um ins Krankenhaus verlegt zu werden, dürfte sich ein Gefangener selbst verletzt haben.

Zu einer Flucht, wie sie sonst nur in Hollywood-Blockbustern zu sehen ist, kam es am Montag im Krankenhaus in Schärding.

Ein serbischer Häftling (43), der in der Justizanstalt Suben eine Gefängnisstrafe wegen Betrugs absitzt, wurde – nach einer angeblichen Schlägerei mit Mitinsassen – mit einem Nasen- und einem Jochbeinbruch ins Spital eingeliefert. Doch die Verletzungen dürfte sich der 43-Jährige selbst zugefügt haben, um ins Spital verlegt zu werden und somit leichter flüchten zu können.

Über ein Handy, das ihm sein Sohn (26) ins Krankenhaus schmuggelte, wurde der Ausbruch geplant. Nachdem sich der Häftling mehrmals übergab und eine Justizwache das vergitterte Fenster öffnete, nützte der 43-Jährige seine Chance und sprang aus dem zweiten Stock rund neun Meter in die Tiefe, wo bereits sein Sohn im Fluchtwagen wartete.

Das Auto wurde kurz darauf in Reichersberg gestoppt. Doch im Fahrzeug saß nur der Sohn, vom Häftling fehlte jede Spur. Der Fluchthelfer wurde angezeigt. Die Fahndung nach dem Vater läuft.

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