Doppelmord

Flüchtling tötete im religiösen Wahn

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Im Wahn, aber zurechnungs­fähig, erstach ein Asylwerber zwei Menschen.

OÖ. Im Oktober soll der afghanische Asylwerber Jamal A. (33) in Wullowitz im Mühlviertel zunächst einen Mitarbeiter (32) des Roten Kreuzes mit einem Klappmesser erstochen und auf seiner Flucht den 63-jährigen Landwirt Franz G. getötet haben.

Vorausgegangen war ein Streit des Flüchtlings mit seinem Betreuer um die Dienstzeiten im örtlichen Altstoffsammelzentrum. Der Afghane muss sich Anfang Juni wegen Doppelmordes vor Gericht verantworten.

Entscheidend für die Anklage war die Frage seiner Zurechnungsfähigkeit. Gutachterin Heidi Kastner sieht diese für gegeben, auch wenn sie dem Angeklagten einen „religiös gefärbten Wahn“ attestiert. Der Familienvater Jamal A. habe die Tragweite seiner Taten erkennen können.

Motiv. Der 33-Jährige selbst hat die tödlichen Messerstiche zugegeben. Allerdings habe er nicht in Tötungsabsicht gehandelt: „Ich wollte sie nur erschrecken“, behauptete er bislang, obwohl er allein auf den 63-jährigen Landwirt sechs Mal eingestochen hatte. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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