Beispielbild für einen Prozess

Zusprüche für Privatbeteiligte

Missbrauchsprozess gegen oö. Arzt - 13 Jahre und Einweisung

Einweisung in Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher -  Privatbeteiligte erhielten Zusprüche im fünfstelligen Euro-Bereich.

Wels. Im Landesgericht Wels ist am Mittwoch ein Arzt aus dem Salzkammergut zu 13 Jahren Haft verurteilt worden. Zusätzlich wurde der 56-Jährige vom Schöffensenat in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen. Er soll 109 Buben sexuell missbraucht haben. Der Prozess verlief weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit.
 
Privatbeteiligten wurden vom Gericht Summen in fünfstelliger Euro-Höhe zugesprochen. Der Angeklagte bekannte sich "zu einem Großteil" schuldig. Die Staatsanwaltschaft legte dem Mediziner, der sich selbst mittlerweile von der Ärzteliste streichen ließ, den teils schweren sexuellen Missbrauch von insgesamt 109 Buben zur Last. Weitere Anklagepunkte betrafen Vorwürfe, er habe Personen zum Dreh von Kinderpornos angestiftet und Jugendliche mit Cannabis versorgt. 40 der mutmaßlichen Opfer waren laut Anklageschrift noch nicht einmal 14 Jahre alt. Drei Buben haben laut Gutachten wesentliche gesundheitliche Folgen - in Form von Anpassungsstörungen - davongetragen.


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