30 km mit 1,7 Promille

Polizist stoppt Geister-Fahrer

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Polizisten in OÖ stoppten nach wilder Jagd einen Geisterfahrer auf der A 8.

"Das hätte schlimm enden können, es war ungewöhnlich viel Verkehr auf der Innkreisautobahn", sagt Franz Matheis-Weiss von der Autobahnpolizei Ried (OÖ). Denn ausgerechnet in der Nacht auf Samstag raste ein Alkolenker in falscher Richtung die A 8 entlang. Eine halbe Stunde lang lieferte er sich eine spektakuläre Verfolgung mit zwei Streifen der Autobahncops -bis die Polizisten den 41-Jährigen mit einem Trick aus dem Verkehr ziehen konnten.

Um 23.30 Uhr war der Alarm von der Grenze bei Suben eingegangen: Autofahrer meldeten einen Wagen, der auf der falschen Seite Richtung OÖ fuhr. Sofort rückte eine Streife der Rieder aus. Mit im Auto: Franz Matheis-Weiss. "Nach zehn Minuten entdeckten wir den Geisterfahrer, aber er ignorierte alle Stoppversuche", so der Polizist. "Wir mussten sogar ausweichen, sonst wären wir gerammt worden." Auch der Versuch einer zweiten Streife, den Amokfahrer auszubremsen, scheiterte.

"Nur dank Schutzengels ist nichts passiert"
Eine wilde Jagd begann, der 41-Jährige raste weiter, die zwei Streifen an seiner Stoßstange. "Wir haben via Funk Hilfe gerufen", sagt Matheis-Weiss. Kollegen aus Grieskirchen und Neumarkt hatten eine geniale Idee: Sie stellten einen Lkw quer. "Es half nur noch ein Stau", so Matheis-Weiss. Sonst wären Dutzende Leben in Gefahr gewesen.

Der Geisterfahrer hielt an, parkte seinen Wagen auf dem Pannenstreifen, flüchtete ins Gebüsch, versteckte sich dort: "Instinktiv haben wir die Umgebung abgesucht, ihn im Unterholz gefunden", so die Polizei. Der Leondinger wurde verhaftet, er hatte 1,7 Promille im Blut.

M. Born

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