Brandstiftungen auch in Hotels

Serien-Feuerteufel zündelte in Uniform

Serien-Feuerteufel zündelte in Uniform
© laumat.at
Das Nachtzug-Phantom von der Westbahn wurde gestoppt. Doch der junge Mann mit Bundesheer-Spleen leugnet.
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OÖ/Wien. Neun Mal legte ein Brandstifter in ÖBB-Nachtzügen bei ihren Fahrten von Salzburg nach Wien Feuer. Zum Glück wurden die Brandherde (Sitzbänke und Toiletteneinrichtungen) immer rechtzeitig entdeckt. Seit Dezember ging der Feuerteufel schon um, in jüngster Zeit in immer kürzeren Abständen. Und stets waren die Züge in Fahrtrichtung Wien betroffen, sodass klar war, dass der Täter spätestens in Salzburg zugestiegen sein muss.

Die ÖBB-Sicherheitsleute sichteten mit der Exekutive alle verfügbaren Videos und entdeckten bald den Hauptverdächtigen, der jedes Mal dasselbe anhatte. Nämlich eine Bundesheer-Uniform, wie sie von der Miliz verwendet wird. Auch der 21-jährige Österreicher mit Wurzeln in Bangladesch ist nach abgeleistetem Grundwehrdienst Reservist, der offenbar in der Freizeit gerne Militärkleidung trägt.

Drehleiter. Der AHS-Abbrecher, der alles abstreitet und in der Justizanstalt Wels sitzt, wurde zuletzt immer gefährlicher: Drei Mal soll er im März in ein und demselben Hotel in der Sonnwendgasse in Wien-Favoriten gezündelt haben – dabei mussten bei einem Einsatz sieben Personen, darunter zwei Kinder, mit Drehleitern gerettet werden.

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