Doris Spitzer Baby Buswartehäuschen Linz

Mutter geistig verwirrt

Polizistin rettet neugeborenes Baby

Mutter flüchtete aus Klinik, bekam Baby und legte es in Buswartehäuschen.

Das Telefonat ging nachts um 4.30 Uhr bei der Polizeiinspektion Landhaus ein. Aufgeregt berichtete die Anruferin von einer jungen Frau, die gerade an ihrer Haustüre geläutet habe und nun wieder verschwunden sei.

Die Wache schickte sofort eine Streifenbesatzung zur Nachschau. Doch weit und breit keine Spur von der Unbekannten. Plötzlich fiel Bezirksinspektorin Doris Spitzer im Buswartehäuschen an der Ecke Römerstraße
Lessingstraße ein Bündel auf. Die Polizistin reagierte goldrichtig, kümmerte sich sofort darum. Es handelte sich um ein eingewickeltes Baby mit abgebundener Nabelschnur, das schon ganz blau angelaufen war. Die Bezirksinspektorin alarmierte sofort einen Notarzt, das kleine Mädchen kam ins Spital.

Kindsmutter irrte
planlos umher
Wenig später entdeckten die Beamten auch die Kindsmutter. Sahadete M. (35) irrte planlos in der Nähe eines Kindergartens herum, brachte nur wirre Sätze heraus. Die gebürtige Albanerin war tags zuvor aus der Landesfrauenklinik verschwunden. Dort war sie nach einem Sturz behandelt worden.

Warum sie die Klinik auf eigene Faust verließ und ihr Baby ohne Hilfe zur Welt brachte, wird untersucht. Sahadete M. wurde in die Landesnervenklinik gebracht.

Ihre Tochter ist in der Kinderklinik. Sie ist 50 Zentimeter groß und wiegt 3.040 Gramm. Die Kleine ist kerngesund.

Linzer Heldin rettete schon einmal Leben

Doris Spitzer wurde nicht zum ersten Mal zur Lebensretterin. Sie zog eine Frau aus der eiskalten Donau. Die Polizeibeamtin, die das kleine Mädchen rettete, hat nicht zum ersten Mal ihren treffsicheren Instinkt unter Beweis gestellt. Im März 2010 wurde die Bezirksinspektorin ebenfalls zur Lebensretterin.

Eine 35-jährige, lebensmüde Linzerin war von der Nibelungenbrücke in die eiskalte Donau gesprungen. Gemeinsam mit drei Kollegen war Doris Spitzer sofort zur Stelle.

Den Polizisten gelang es, mithilfe eines Rettungsringes die 35-Jährige aus dem Wasser zu ziehen. Sie wäre sonst mit Sicherheit ertrunken.

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