In einem Zehnjahresprojekt werden Kernbereiche des Festspielensembles in der Salzburger Altstadt grundlegend modernisiert.
Szbg. Die Kritik des Salzburger Gemeinderats Christoph Ferch (Liste Salz) am Großumbau des Festspielbezirks sorgt in der Stadtpolitik für Aufregung. Das 400-Millionen-Euro-Großprojekt zum Umbau des Festspielbezirks sei bei der Stadt Salzburg bisher nicht eingereicht worden, argumentierte Ferch in einer Aussendung am Mittwoch.
Ferch hat einen Fragenkatalog an Planungsstadträtin Anna Schiester (Grüne Bürgerliste) geschickt. Schiester antwortete, dass sie denumfangreichen Fragenkatalog zu den geplanten Bauarbeiten für das Festspielhaus im Mönchsberg aktuell nicht beantworten könne, „da meiner Abteilung derzeit noch keine Baueinreichung zum genannten Projekt vorliegt und mehrere Verfahren noch anhängig sind.“
Doch das sei bei einem so großen Bauvorhaben normal, heißt es aus dem städtischen Baurechtsamt auf ORF-Nachfrage. Denn da für die geplanten Bauten einige Umwidmungen nötig sind, laufe derzeit noch das Flächenwidmungsverfahren. Erst wenn das abgeschlossen ist, könne ein Bauverfahren starten.
Wegen des großen Umbaus im Festspielbezirk in der Salzburger Altstadt muss das Große Festspielhaus voraussichtlich 2028 und 2029 geschlossen bleiben. Einen Ersatz für diesen zentralen Veranstaltungsort zu finden, fällt den Festspielen nicht leicht.