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Schnapsidee

Feuerschlucken: Neue Disco-Mutprobe

Die jüngste Schnapsidee im Nachtleben macht Teenies zu Feuerschluckern: Sie zünden Alk im Mund an. Am Wochenende landete der erste im Spital.

Sie treffen sich bei Sambuca Nights, nennen sich Sambuca Knights (Ritter) – und stehen für einen neuen brandgefährlichen Trend in heimischen Stehbars und Diskotheken: Teils aus Übermut, teils als Mutprobe schütten sich Teenager hochprozentigen Schnaps in den Mund; manchmal Inländer-Rum, öfter den Hollunder-Brandy Sambuca. Dann wird der Sprit mit einem Feuerzeug entflammt – und die Stichflamme durch Schließen des Mundes erstickt.

Imposant
Der Effekt ist imposant. Burschen, die sich trauen, gelten als heiße Typen. Mädchen unter den Zuschauern sind meist Feuer und Flamme für sie. Resultat: Nacht für Nacht riskieren mehr Youngsters im ganzen Land Zunge, Gaumen und Lippen. Auch auf der Internetplattform Youtube veröffentlichen Feuerschlucker mittlerweile ihr verrücktes Treiben.

Schwer verletzt
Doch der Spaß kann todernst enden. Der 17-jährige Alexander K. bekam es in der Nacht auf Sonntag zu spüren: In der Bar Frequenz in St. Gilgen nahm der junge Salzburger den Mund mit Rum voll und ließ sich vom Barkeeper flambieren. Pech des Teenagers: In der Hitze des Gefechts war der Schnaps auch auf seine Wangen, den Hals und seinen Hemdkragen geronnen. Und beim Zündeln stand Alexander K. plötzlich in Flammen. Mit Brandwunden wurde er ins Spital nach Bad Ischl gebracht. Den 27-jährigen Barmann zeigte die Polizei wegen schwerer Körperverletzung an. Nur eine Frage der Zeit, bis das nächste Opfer im Krankenhaus landet. In Deutschland und England droht Szene-Wirten, die Sambuca Nights zulassen, deshalb bereits der Entzug der Konzession.



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